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Kioskbesitzer sind sauer

Laboe Kioskbesitzer sind sauer

Die Kioskbesitzer im Bereich des neugestalteten Hafenvorfeldes in Laboe sind derzeit nicht in bester Saisonstart-Stimmung. Denn sie haben immer noch keine Erlaubnis, ihre Tische und Stühle vor ihren Geschäften aufzustellen. „Wir fühlen uns verschaukelt“, sagte Angela Andersen, eine der Imbiss-Betreiberinnen.

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Die Saison hat begonnen und Angela Andersen ist sauer. Seit Wochen wartet sie auf die Genehmigung, ihre Möbel aufstellen zu dürfen. Seit zwölf Jahren betreibt sie ihre Fischstube im Hafenumfeld. Sie wünscht sich ein Gespräch zwischen der Bürgermeisterin und den Anliegern.

Quelle: Astrid Schmidt

Laboe. Wie berichtet, hatten sich die Ortspolitiker zunächst gegen eine Möblierung durch die Kioskbetreiber ausgesprochen. Dann hatte die SPD-Fraktion den Vorstoß unternommen, das Verbot aufzuweichen und schließlich war die Diskussion von der jüngsten Gemeindevertretersitzung in den nächsten Werkausschuss (voraussichtlich am 20. April) vertagt worden.

 „Ich verstehe das ganze Prinzip nicht. Im Oktober haben wir eine Preisliste erhalten für Tische, Aufsteller und so weiter. Wir sollten einen Antrag stellen, wie in jedem Jahr, denn die Sondernutzung muss jährlich neu genehmigt werden“, berichtet die Geschäftsfrau. Doch statt einer Genehmigung erhielt sie im Februar ein Schreiben der Bürgermeisterin mit dem Hinweis, dass noch nicht entschieden sei, was denn nun aufgestellt werden soll. „Wir bekamen gleich eine Strafe angedroht, wenn wir dem nicht folgen“, berichtet Andersen weiter.

 Doch die Saison sei für die Kioskbesitzer kurz genug, die Osterferien seien bereits gelaufen. „Die Gäste sind ja da. Da müssen wir doch etwas anbieten können“, beklagt sie die „Hinhaltetaktik der Gemeinde“. Sie habe großes Verständnis dafür, dass nach der Modernisierung das Bild verbessert werden soll. „Aber wir haben bereits im vergangenen Jahr einheitliche Tische angeschafft. Wenn man uns jetzt sogar die Marke vorgeben will, muss man auch überlegen, wer das bezahlen kann“, so Andersen. „Vielleicht sollte man mal mit uns sprechen“, wünscht sich die Fischstuben-Inhaberin.

 Über mangelnde Kommunikation klagt auch Andrea Rüder, die für ihren Kiosk zwar bereits eine Erlaubnis erhalten habe, aber auf ihren Antrag, eine Terrasse auf dem Strandbereich einzurichten, habe sie trotz mehrfacher Anfragen keine Antwort erhalten. „Die Bauaufsichtsbehörde hat mir gesagt, die Gemeinde müsse nur ihr Okay dazu geben, das sei dann kein Problem“, so die Strandkorbvermieterin. Doch darauf warte sie bisher vergeblich.

 Die Diskussion um die Sondernutzung sieht auch der HGV-Vorsitzende Jens Kavacs als „klassisches Thema“ für die Interessenvertretung. „Wir werden uns auch in diesem Fall für die Betriebe einsetzen, egal, ob sie Mitglieder im HGV sind oder nicht“, so Kavacs. Er sieht darin eine existenzielle Entscheidung für die „kleinen Saisonbetriebe“ und werde in der Sitzung des Werkausschusses die Debatte verfolgen, kündigte er an.

 Wie Bürgermeisterin Ulrike Mordhorst bestätigte, habe sie die Anträge auf dem Tisch. Eine Entscheidung sei aber noch nicht getroffen, dazu soll der Werkausschuss zunächst beraten, so Mordhorst.

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