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Zukunft der Schwimmhalle ungewiss

Laboe Zukunft der Schwimmhalle ungewiss

Vor einem Jahr stimmten die Laboer in einem Bürgerentscheid mit deutlicher Mehrheit für den Weiterbetrieb der Meerwasserschwimmhalle. Doch passiert ist seitdem nicht viel, beklagt Manfred Krutzinna vom Förderverein, der für Freitagabend zu einer Podiumsdiskussion mit den Fraktionsvorsitzenden einlädt.

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Blick vom Ehrenmal Laboe auf die einzigartig gelegene Meerwasserschwimmhalle von Laboe. Die Schwimmhalle ist von der Schließung bedroht.

Quelle: Ulf Dahl

Laboe. Es sehe danach aus, dass die Gemeinde die zwei Jahre, die sie an das Ergebnis des Bürgerentscheids gebunden ist, aussitzt, „um dann die Halle zu schließen“, fürchtet Krutzinna vom Vorstand des Fördervereins Hallenbad. Mit 60,2 Prozent hatten sich fast zwei Drittel der Wähler für den Erhalt der Halle ausgesprochen. Die Wahlbeteiligung lag am 21. September 2014 bei rund 60 Prozent.

 „Wir setzen den Bürgerentscheid ja um. Wir betreiben die Halle weiter“, sagt Bürgermeisterin Ulrike Mordhorst. Notwendige Reparaturen würden auch ausgeführt. „Wir sind außerdem dabei, die Kosten zu reduzieren, um das Defizit zu senken.“

 Nach Ansicht von Krutzinna werde das Service-Niveau aber immer weiter abgesenkt, was Besucher abschrecke: „Das Defizit wird dadurch noch erhöht.“ Die Schließung der Schwimmhalle über die Mittagszeit nennt er „grotesk“. Mordhorst verweist zudem auf das angestrebte Gutachten: „Wir arbeiten daran, Fördergelder über die Aktivregion zu erhalten.“ Ein objektives Gutachten soll „die Basis dafür sein, um das Thema sachlich zu betrachten.“ Das Gutachten soll zudem klären, ob eine Modernisierung oder ein Neubau sinnvoller wären.

 Die Gemeinde verstecke sich hinter diesem Gutachten, sagt dagegen Krutzinna. Vor Oktober sei eine Entscheidung der Aktivregion Ostseeküste nicht zu erwarten. Damit werde das Thema „auf die lange Bank“ geschoben. Außerdem solle es in der Studie um die langfristige Versorgung der Gemeinden der Ämter Probstei und Schrevenborn mit einer Schwimmhalle gehen. Das entspreche aber nicht der Aussage des Bürgerentscheids: „Die Bürger haben für den Erhalt der Halle in Laboe abgestimmt, nicht irgendwo in der Probstei.“

 Eine Zweckverbands-Lösung, „um das auf eine breitere Basis zu stellen“, kann sich Krutzinna durchaus vorstellen. In anderen Gemeindevertretungen würden die touristischen Vorteile durch ein Schwimmbad offenbar mehr gesehen als in Laboe selbst. Ein Neubau wäre seiner Meinung nach grundsätzlich auch in Laboe möglich. Der runde Tisch, in dem eine gemeinsame Lösung mit den Nachbargemeinden ausgelotet werden sollte, hat aber bislang nur einmal getagt und seit nun mittlerweile sieben Monaten nicht mehr.

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Ein Artikel von
Thomas Christiansen
Ostholsteiner Zeitung

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