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Projekt für Langzeitarbeitslose

„Land in Sicht“ Projekt für Langzeitarbeitslose

Das Projekt „Land in Sicht“ hat festen Boden unter den Füßen. 45 Langzeitarbeitslose und Menschen, die von einer Behinderung bedroht sind, nutzen auf dem Gelände Tweelhörsten am Ortsausgang Plön in Richtung Kiel die Chance, sich persönlich zu stabilisieren, und beruflich zu entwickeln.

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Martin Kastranek (links) und Petra Rink sind Geschäftsführer der „Land in Sicht im Kreis Plön GmbH“.

Quelle: Peter Thoms

Plön. Sinnvolle Tätigkeiten unter fachkundiger Anleitung im Gartenbau, in einer Tischlerei und einer Fahrradwerkstatt sowie als Koch sorgen bei den Teilnehmern in wahrsten Sinne des Wortes für „Land in Sicht“.

 Das Projekt, das vielen Menschen ohne Perspektive Mut gibt, das Leben wieder in die eigene Hand zu nehmen, wurde Ende 2009 ins Leben gerufen. Die handwerkliche Beschäftigung, eine bis dahin selten erlebte Form von Gemeinschaft, in der man sich gegenseitig hilft, gab und gibt den Mitarbeitern Halt – und Rückenwind für die Zukunft.

 Daran soll sich auch unter einer geänderten Trägerschaft nichts ändern. Das Diakonische Werk des Kirchenkreises Plön-Segeberg und der Verein Pro Cell bleiben in der Verantwortung, während sich die Beschäftigungsagentur des Kreises Plön „Neuland“ aus dem Projekt verabschiedet hat. In die Bresche springt der Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt (Awo), sodass das Projekt weiterhin fest auf drei Säulen steht. Die Geschäftsführung teilen sich Petra Rink (Diakonie), Martin Kastranek (Pro Cell) und Kai Bellstedt (Awo), die gemeinnützig tätige GmbH heißt jetzt „Land in Sicht im Kreis Plön“.

 „Land in Sicht“ ermöglicht nicht nur den Teilnehmern jede Menge kleiner Erfolgserlebnisse, sondern hat einzelnen Klienten auch schon den Sprung auf einen echten Arbeitsplatz ermöglicht. Zudem ist das Projekt selber Arbeitgeber: Neun fest angestellte sowie zwei ehrenamtliche Mitarbeiter vom Tischler, über Krankenschwester, Koch, Garten- und Landschaftsbauer bis hin zur Ergotherapeutin und Sozialpädagogin bereiten die Projektteilnehmer darauf vor, im Berufsleben wieder Fuß zu fassen. Was herauskommt, wenn Menschen sich mit einer sinnvollen Arbeit identifizieren und motiviert sind, vermittelt der Osterbasar am Sonnabend, 19. März. Von 11 bis 16 Uhr können die Besucher auf der Anlage Tweelhörsten 3a warme Speisen sowie Brot und Kuchen probieren und Produkte der Kreativ- und Fahrradwerkstatt sowie der Tischlerei kaufen.

 Die Landschafts- und Gartenbauer des Projektes haben im Sommer ihren großen Auftritt: Mit dem Tag des offenen Gartens am Sonntag, 19. Juni.

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Ein Artikel von
Peter Thoms
Redaktion Ostholsteiner Zeitung/stellv. Ressortleiter

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