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Rückschlag für Windparkpläne

Lehmkuhlen Rückschlag für Windparkpläne

Eigentlich wollte der Strategieausschuss Lehmkuhlen am Dienstagabend den nächsten Schritt in Richtung Windpark gehen und über die Änderung des Flächennutzungsplanes beschließen. Die Grundsatzentscheidung dazu war vor zwei Jahren gefallen, inzwischen liegen Artenschutzgutachten und Planentwurf vor. Doch daraus wird nichts.

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Hinrich von Donner (rechts) hatte bereits das Artenschutzgutachten und die Änderung des Flächennutzungsplans bezahlt, jetzt steht das Windprojekt möglicherweise vor dem Aus. Enttäuscht sind auch Martin Kahl (links) und Joachim Herrmann, Mitglieder der im März gegründeten Bürgerwindpark-Genossenschaft.

Quelle: Andrea Seliger

Lehmkuhlen. Wie das Amt Preetz-Land feststellte, liegt Lehmkuhlen in einem Gebiet, das als „Dichtezentrum für Seeadlervorkommen“ gilt. Und nach dem erst vor Kurzem herausgegebenen Erlass der Landesplanungsbehörde ist dies ein Ausschlusskriterium. Dies gilt auch für die Planung in Barmissen. Das „Dichtezentrum“ umfasst den Kreis Plön fast komplett.

 „Damit hatte kein Planer rechnen können“, so Ralf-Uwe Jann vom Amt Preetz-Land. Der Erlass wurde erst am Montag veröffentlicht, doch die Gemeinde hat bereits schriftlich, dass sie für das Vorhaben nicht mit Zustimmung des Landes rechnen kann. Dabei hatte Lehmkuhlen – wie auch der Vorhabenträger, Hinrich von Donner – eigentlich auf eine Ausnahmeregelung gehofft. Denn anders als an vielen anderen Standorten ist das Projekt mit acht Anlagen von 200 Metern Höhe vor Ort akzeptiert. Der Abstand zur Splittersiedlung Marienwarder ist weitaus größer als (nach der früheren Regelung) vorgeschrieben. Auf eine Anlage hatte von Donner nach den ersten Ergebnissen der Artenschutzuntersuchung bereits verzichtet. Abschaltungen zu bestimmten Zeiten zugunsten des Vogel- und Fledermausschutzes waren ausgehandelt. Die Anbindung an das Stromnetz wäre problemlos gewesen. Und im Dorf hatte sich eine Bürgerwindpark-Genossenschaft gegründet, die sich in noch nicht bestimmtem Umfang am Projekt beteiligen wollte.

 „Unter diesen Bedingungen können wir das Vorhaben nicht auf den Weg bringen. Da machen wir uns lächerlich“, so der Ausschussvorsitzende Thomas Stabenow. Der Punkt wurde von der Tagesordnung genommen.

 „So wird die Energiewende in Schleswig-Holstein nicht erreicht“, sagt Hinrich von Donner, der das Vorhaben noch nicht aufgeben will. Er habe das Artenschutzgutachten und die Planänderung finanziert und somit bereits „eine sechsstellige Summe“ investiert. Zu Beginn der Planungen war das Gebiet noch offizielle Windenergie-Eignungsfläche. „Das Land hat mich mit seiner Ausweisung zur Planung veranlasst. Nun stehen wir vor einer Wand, die über Nacht errichtet wurde“, so von Donner.

 Bürgermeister Norbert Langfeldt denkt bereits voraus: Bleibe die Regelung so, schließe das auch das Repowering der bereits bestehenden Anlagen aus. In Lehmkuhlen gibt es bereits zwei Windparks: im Ortsteil Falkendorf und (gemeinsam mit Wahlstorf) am Trenter Berg.

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