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Lichtermeer in Ostseebädern

Kampagne zur Nebensaison Lichtermeer in Ostseebädern

Das Übernachtungsplus von über fünf Prozent im Juli hat den Ostsee-Tourismus neu entfacht. Jetzt sollen Urlauber mit einem modernen Internetportal mit Online-Buchungsfunktion und der Kampagne „Winterschöne Ostsee“ für die Nebensaison begeistert werden.

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Die Kampagne „Winterschöne Ostsee“ setzten Vertreter des Ostsee-Holstein-Tourismus auf der Scharbeutzer Seebrücke in Szene.

Quelle: Ralph Böttcher

Hohwacht/Scharbeutz. „Licht und Feuer spielen im Winter eine wichtige Rolle“, sagte Juliane König vom Verein Ostsee-Holstein-Tourismus (OHT), als sie die Aktion „Lichtermeer“ vorstellte. Bepackt mit Rodelschlitten und Feuerkorb, Windlichtern und Fackeln zogen OHT-Vertreter auf die Seebrücke in Scharbeutz. „Passend zur Zeitumstellung“ am 29./30. Oktober werden 15 Fremdenverkehrsorte zwischen Glücksburg und Timmendorfer Strand leuchtende Aktionen anbieten. Mit dabei sind Heikendorf, Hohwacht, Weißenhäuser Strand, Eutin und Malente.

 So können Urlauber wie Einheimische etwa beim „Heikendorfer Lichtermeer“ am Sonnabend von 18 bis 21 Uhr am Hauptstrand bei Punsch und Gitarrenmusik von Liedermacher Nico Chavez den Abend genießen. Als „Eintritt“ soll jeder Gast ein Windlicht mitbringen. Die Lichter gibt es in örtlichen Geschäften für 1,50 Euro zu kaufen oder gratis zum Einkauf dazu. Auch Gäste mit der Ostseecard erhalten die Kerzen kostenlos.

 Die Hohwachter Bucht beteiligt sich mit einem „gruseligen Gartenleuchten“: Filippos Erlebnisgarten in Futterkamp wird mit Lagerfeuer, selbst gebauten Dosenlichtern, Laternen und Fackeln zum Leuchten gebracht (Sonnabend und Sonntag 14 bis 19 Uhr). Malente bietet am Sonnabend ab 18 Uhr ein Lichtermeer an der kleinen Diekseebucht. Bei Gegrilltem und Getränken vom „Colonial“ sorgen Lene Krämer & Jan Hertz-Kleptow für den musikalischen Hintergrund (Eintritt frei). Das Eutiner Schloss wird am Sonntag von 18 bis 21 Uhr im Kerzenschein erleuchten. Bei Fingerfood und Kammermusik können Besucher die historischen Räume auf sich wirken lassen. In Weißenhäuser Strand wird das Dünenbad beleuchtet, auch der Whirlpool ist mit Windlichtern umgeben. Für 12 Euro Eintritt inklusive einem Glas Sekt gibt es Sauna, Snacks und Cocktails von 20 bis 0.30 Uhr (letzter Einlass 22 Uhr).

 Drei Zielgruppen haben die Ostsee-Touristiker bei ihrer Winterkampagne im Visier: Naturliebhaber und Neugierige, Aktivfamilien sowie Neugierige und Entschleuniger. Erstmals differenziere man zwischen Sommer und Winter, sagte Juliane König. Die Themen lauten: Wellness, Erholung, Auszeit, Kulinarik, Aktiv. Geworben wird in Hamburger U-Bahnhöfen, in öffentlichen Verkehrsmitteln in Hannover, Düsseldorf und Münster, es gibt Promotionaktionen mit einer Fass-Sauna und Kooperationen mit Friseurgeschäften.

 Im Schatten der mondänen Badeorte wie Scharbeutz und Timmendorfer Strand wollen sich auch die Hohwachter Bucht und die Holsteinische Schweiz behaupten – jedoch mit anderen Schwerpunkten: Natur erleben, flankiert durch Wellness-Angebote zum Beispiel. „Wir kennen unsere Möglichkeiten, und der Gast honoriert das“, meint Grit Wenzel, Touristik-Chefin für die Hohwachter Bucht. Jana Heymann von der Tourismuszentrale Holsteinische Schweiz setzt auf Tagesausflügler, die Spaziergänge und Nordic Walking lieben, das Schlosskonzert in Plön besuchen oder das Weihnachtsdorf im Malenter Kurpark Park: „Jeder Ort hat seinen Charme.“ Geschäftsführerin Caroline Backmann bleibt angesichts fast 90 Prozent Übernachtungen in der Hauptsaison April bis Oktober realistisch: „Die Holsteinische Schweiz ist kein Winterreiseziel, das lässt sich auch nicht von heute auf morgen ändern.“

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Ein Artikel von
Ralph Böttcher
Ressortleiter Ostholsteiner Zeitung

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