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600 Flüchtlinge noch in diesem Jahr

Lütjenburg 600 Flüchtlinge noch in diesem Jahr

Der Umbau der früheren Schill-Kaserne in Lütjenburg zu einer Flüchtlingsunterkunft hat begonnen. Bis zu 1000 Menschen sollen hier einen Platz finden. Bis Jahresende werden 600 Menschen erwartet.

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Die Arbeiten für die Instandsetzung der Mannschaftsquartiere auf dem Gelände der früheren Schill-Kaserne haben begonnen.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Lütjenburg. Seit Wochen laufen unter den Augen der Öffentlichkeit die Vorbereitungen für die Renovierung der acht Wohnblöcke auf dem Gelände, das Ende 2012 von der Bundeswehr verlassen wurde. Doch erst am Dienstag rang sich das Innenministerium zu einer offiziellen Bestätigung der Pläne durch. Zu drei Anfragen der Kieler Nachrichten zuvor schwieg entweder die Pressestelle komplett oder blieb ausweichend. Die ersten Flüchtlinge sollen Ende November in die neue Erstaufnahmeeinrichtung des Landes einziehen. Zunächst wird Platz geschaffen für bis zu 600 Menschen. 400 kommen nach weiteren Renovierungen im nächsten Jahr dazu.

 Die Unterbringung von Flüchtlingen ist für die 5500 Einwohner zählende Stadt im Kreis Plön kein unbekanntes Thema. Bereits im vorigen Jahr zog das Land die leerstehende Heereskaserne ins Kalkül, ließ die Pläne dann aber fallen. Damals glaubte man noch, mit den vorhandenen Kapazitäten auszukommen und ahnte nichts von dem Strom der Menschen, die vor allem über die Balkanroute nach Europa ziehen. Die Lütjenburger konnten im Oktober 2014 auf einer Einwohnerversammlung schon einmal ihre Meinung zu einer Flüchtlingsunterkunft in der Stadt sagen. Damals überwogen deutlich die Zustimmung und die Hilfsbereitschaft im Publikum. Bürgervorsteher Siegfried Klaus hat die Bevölkerung nun am 12. November wieder eingeladen. Ob die Stimmung kippt, kann niemand vorhersagen. Laute Kritik mit zum Teil beleidigenden Äußerungen gab es aktuell nur vereinzelt im Internet.

 Die Lütjenburger haben schon etwas Erfahrung mit Zuwanderern. Eine Willkommensinitiative kümmert sich um die Familien und Einzelpersonen, die der Stadt und den Umlandgemeinden zugewiesen werden – bisher rund 100 Neuankömmlinge. Die Freiwilligen organisieren ein Café International, helfen beim Deutsch-Lernen und kümmern sich bei Behördengängen um die Flüchtlinge.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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Flüchtlinge
Foto: Die ehemalige Schill-Kaserne in Lütjenburg (Kreis Plön) soll nach Medienberichten eine vorläufige Erstaufnahmerichtung des Landes für bis zu 1000 Flüchtlinge werden.

Nachdem die Pläne des Innenministeriums für eine Erstaufnahme für Flüchtlinge in Rondeshagen überraschend geplatzt sind, steht bereits eine Alternative fest: In der Schill-Kaserne in Lütjenburg soll eine Unterkunft für 1000 Asylsuchende entstehen.

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