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Asylbewerber bei Streit getötet

Lütjenburg Asylbewerber bei Streit getötet

Ein Streit zwischen zwei Albanern in Lütjenburg (Kreis Plön) endete am Donnerstag in den frühen Morgenstunden tödlich. Ein 29-jähriger Asylbewerber steht in Verdacht, einen 34-jährigen Mitbewohner mit einem Messer erstochen zu haben. Die Tat ereignete sich in einem Mehrfamilienhaus in der Straße Auberg.

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Im Haus Auberg 10 in Lütjenburg starb ein Albaner, nachdem ihn im Streit ein anderer Mann mit zwei Messerstichen tötete. Ein Kameramann nimmt das Gebäude ins Visier.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Lütjenburg. Täter und Opfer lebten mit einem weiteren Albaner in einer Mietwohnung im Obergeschoss zusammen, die vom Amt Lütjenburg den Männer zur Verfügung gestellt wurde. Sie hatten offenbar kaum Kontakte zu den anderen Mietparteien im Haus, berichteten Anwohner. Die Drei seien unter sich geblieben, hätten ab und zu gemeinsam vor dem Haus gesessen, hieß es. In dem mehrstöckigen Gebäude einer Baugenossenschaft ziehen offenbar regelmäßig Mieter ein und aus. In den Blöcken am Auberg  wohnen vor allem  Menschen mit niedrigem Einkommen. 

Nach Angaben der Polizei alarmierte um 3 Uhr morgens eine Nachbarin die Einsatzleitstelle und meldete, dass eine durch Messerstiche verletzte Person in einer Wohnung liege und Hilfe benötige. Bei Eintreffen von Polizei und Rettungskräften war der 34-Jährige aber bereits tot. Den 29-jährigen Tatverdächtigen nahmen die Beamten noch vor Ort fest. Der 24-jährige Mitbewohner wurde von der Polizei als Zeuge vernommen. Er und der mutmaßliche Täter bestätigten im Wesentlichen den Tatablauf.

Der Flur vor der Wohnung bot einen schrecklichen Anblick. Die Klingel der Nachbarin, die die Polizei rief,  war blutverschmiert ebenso wie der Fußboden im Treppenhaus. Möglicherweise hatte das schwer verletzte Opfer selbst noch die Frau um Hilfe gebeten. Ganz im Gegensatz dazu steht eine freundliche Geste der zwei Nachbarsfamilien der Tatortwohnung, die von der Polizei versiegelt wurde. An  ihren Haustüren war in großen Buchstaben ein „Herzlich Willkommen“ zu lesen.   

Die Ursache des Streites ist noch unbekannt, da die Ermittlungen der Kriminalpolizei am späten Nachmittag noch andauerten. Bewohner aus dem Haus erzählten von einer lautstarken Auseinandersetzung. „So als ob Möbel umgestellt worden sind“, sagte eine Frau gegenüber den Kieler Nachrichten. Im Verlauf der Auseinandersetzung soll auch sinngemäß laustark der Satz gefallen sei: „Ich will nicht raus aus Deutschland.“

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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