13 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Auf den richtigen Deckel kommt es an

Lütjenburg Auf den richtigen Deckel kommt es an

Der Plastikdeckel einer Flasche kann helfen, dass die Kinderlähmung endgültig von der Welt verschwindet. Die Umweltberatungsstelle in Lütjenburg unterstützt gemeinsam mit Famila eine Aktion des Rotary Clubs. Das Problem: Die Menschen werfen alles Mögliche in die Spendentonne.

Voriger Artikel
Mädchen dominierten Seifenkistenrennen
Nächster Artikel
Schwentinental soll Förde-VHS beitreten

Umweltberaterin Julia Steigleder vor der Tonne mit den Plastikdeckeln. Warum so viele Menschen, die falschen Dinge hier hineinwerfen, ist ihr ein Rätsel.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Lütjenburg. 150 000 Plastikdeckel lieferte Umweltberaterin Julia Steigleder schon für die Aktion ab, die seit etwa einem Jahr läuft. Der Platz für die Sammlung ist ideal. Die Tonne steht direkt am Pfandautomaten von Famila. Bevor die Kunden ihre Flasche in den kleinen Tunnel schieben, drehen sie den Deckel der Flaschen ab und werfen ihn hinein. In der Tonne sollten aber nur Pastikdeckel oder die gelben Hüllen der Überraschungseier landen. Doch Steigleder findet jedes Mal auch andere Sachen wie Deckel für Marmeladengläser aus Metall, Kronkorken oder ganze Pet-Flaschen. Mühsam muss sie jedes Mal den Sack durchsuchen und das falsche Material aussortieren. Alles schafft sie aber nicht. Das schadet der Aktion. Der Preis, den der Rotary Club bei den Wertstoffhändlern erzielt, hängt nämlich ab von der Reinheit der angelieferten Ware. Viel Müll bedeutet weniger Geld. Hinzu kommt der Zeitaufwand von Julia Steigleder beim Sortieren.

Warum handeln mache Spender aber so achtlos? Julia Steigleder erklärt sich das so: „Es ist halt einfach, nicht auf den richtigen Deckel zu achten.“ Dabei steht auf einem Zettel neben der Spendentonne, was da hineingehört und was nicht. Sie bittet darum im Interesse der guten Aktion gegen Kinderlähmung, nur die erlaubten Sachen hineinzuwerfen. Eben nur Plastikdeckel.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

Mehr aus Nachrichten aus Plön 2/3