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Deutscher Meister mit Text über Kultur

Lütjenburg Deutscher Meister mit Text über Kultur

Mit dem Titel Deutscher Meister können sich nicht viele Lütjenburger schmücken. Annika van Riesen (17) und Lisa Schwartz (18) können es. Sie lieferten in ihrer Kategorie die beste Arbeit Deutschlands beim 64. Europäischen Wettbewerb ab.

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Lisa Schwartz (links) und Annika van Riesen gewannen mit einem Text über Kunst den ersten Preis beim Europäischen Wettbewerb.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Lütjenburg. 84000 Schüler schickten Bilder, Videos und Texte zum Wettbewerb ein, der unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten das europäische Bewusstsein schärfen soll. 29 Landes- und Bundespreise gingen an das Gymnasium in Lütjenburg, das damit als eine der erfolgreichsten Schulen in Schleswig-Holstein abschnitt.

Auch die europäische Geschichte beleuchten

Das Streitgespräch, das Lisa Schwartz und Annika van Riesen auf acht Seiten niederschrieben, dreht sich um die Frage „Ist das Kunst, oder?“. Zwei Studenten diskutieren angesichts der Zerstörungen der Kulturstätten im syrischen Palmyra, wie man Kulturgüter hierzulande schützen sollte. Es geht um die Frage, ob man sich als Europäer und nicht nur als Deutscher sehen kann. Schließlich geben die beiden Preisträger den Kultusministern Deutschlands einen Tipp: Im hiesigen Geschichtsunterricht sollte nicht nur die eigene Geschichte und Kultur beleuchtet werden, sondern auch die der europäischen Nachbarn. Europa und Kultur spielt auch nach dem bevorstehenden Abitur für die beiden jungen Frauen eine Rolle. Schwartz beginnt ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Kulturwerkstatt Bottrop, van Riesen geht ein Jahr lang in Frankreich weiter zur Schule, um das Land und die Sprache besser kennenzulernen.

Die Gedanken zweier Flüchtlinge

Die Arbeit von Denise Arnold, Mats Glodeck, Arezoo und Nasib Sarwari wurde mit einem Bundespreis gewürdigt. Die 17- bis 19-Jährigen beschreiben die Gedanken zweier Flüchtlinge, die von Syrien bis nach Deutschland kommen, das Mittelmeer in einem Boot überqueren und die Balkanroute nehmen. Der Aufsatz fußt zum Teil auf den persönlichen Erlebnissen der Geschwister Arezoo und Nasib Sarwari, die 2010 aus Afghanistan flohen.

Einen selbstgedrehten Film reichten Anna Arnold, Morlin Kessal, Lena Moritzen und Alina Hamann ein, der mit einem Landespreis belohnt wurden. Sie informierten sich über das Leben in der früheren Landesunterkunft für Flüchtlinge in Lütjenburg und sprachen mit den Bewohnern. Zu Wort kommen bei ihnen auch drei Zuwanderer, die regelmäßig das Café International im Gemeindehaus besuchen. Sie erzählen von ihren Ängsten, Wünschen und Hoffnungen in Deutschland.

Weitere Landespreise erhielten Tobias Fraesdorff, Hellen-Karlotta Köhler, Tom Abendroth, Simon Hensel, Lydia Käufer, Mira Bethke, Christina Rogel, Lea-Marie Muxfeldt, Tom Harder, Liv Lensch, Lea Kloth, Zoe Clara Menzel, Lea Chantal Hagge, Tjark Mittelstädt, Niklas Meyer, Nico Schroeder, Chiara Klindt, Laura Haas und Vivien Petersen.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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