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Ein Schnäppchen in der Amtsverwaltung

Lütjenburg Ein Schnäppchen in der Amtsverwaltung

Nein, das Amt Lütjenburg ist nach der Versteigerung von Fundsachen nicht reich geworden. 139 Euro liegen am Schluss in der Kasse. Aber die Zuschauer gehen zufrieden mit kleinen Schnäppchen nach Hause. Mancher Goldring oder manche Armbanduhr dürfte mehr wert sein als das Gebot.

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Hans-Hermann Behn von der Amtsverwaltung Lütjenburg hält einen silbernen Armreif hoch. Schnäppchenjäger schauten sich bei der Fundsachenversteigerung um.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Lütjenburg. Das Amt hebt das auf, was ehrliche Bürger gefunden und bei der Verwaltung abgegeben haben. Wenn sich eine ausreichende Menge eingefunden hat, wird versteigert. Zuletzt war das im Jahr 2012 der Fall. 40 Teile lobt Hans-Hermann Behn vom Ordnungsamt dieses Mal als Auktionator aus. „Es ist klar, dass wir keine Garantie geben. Wenn es nicht mehr gefällt, veräußern Sie es weiter“, gibt Behn mit einem Lächeln zu Beginn bekannt.

Manche Teile sind begehrt. Ein Sammler aus Panker sichert sich einen silbernen Damenring mit weißem Stein aus 800er Silber. Mit einer Lupe hatte er das Stück zuvor untersucht. Bei nur fünf Euro bekommt er den Zuschlag. Den Ring schätzt er selbst auf den dreifachen Wert. Ein gutes Geschäft für ihn. Im Laufe der Versteigerung kommen weitere dazu. Er steckt sie sich an die kleinen Finger seiner Hände. „Da sind sie sicher.“

Ein handgearbeiteter Ring aus Gold wird ausgerufen. Ein Juwelier habe seinen Wert auf 50 Euro geschätzt. Eine Frau fackelt nicht lange und ruft die 50 Euro sofort auf. Eine Minute später hält sie das gute Stück in Händen. Wenig später geht ein weiterer Damenring aus Gold für 25 Euro an sie. Sie bezahlt und geht. Der Rest ist für sie nicht von Interesse.

Begehrt sind auch Geschenke für die Enkel

Eine der eifrigsten Bieterinnen ist Sabine Mohr aus Kletkamp. Sie ist zum ersten Mal bei der Versteigerung und hofft auf nette Geschenke für ihre drei Enkelkinder. Sie wird nicht enttäuscht. Außer ihr bietet niemand für das Paar Inlineskater. Die bekommt ihr Enkelsohn. Der ist erst zwei Jahre alt, aber der wächst irgendwann schon rein. Für die Enkeltöchter springen bunte Armbanduhren heraus. Und als Hans-Hermann Behn einen Laserstrahl-Entfernungsmesser auslobt, schlägt Sabine Mohr wieder zu. „Damit mein Mann auch etwas hat.“ Obendrauf gibt es für einen Euro ein originalverpacktes Sat-Anschlusskabel.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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