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Gemeinsam das Zuckerfest feiern

Lütjenburg Gemeinsam das Zuckerfest feiern

Auf den Tischen liegt buntes Konfetti. Aus dem Rekorder ertönt arabische Musik. Kinder lachen. Und am Büfett stapeln sich Donauwellen und gebackene Spezialitäten aus dem Orient. In der Landesunterkunft in Lütjenburg feiern 30 Muslime das Ende der Fastenzeit mit dem traditionellen Zuckerfest.

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Ismail Sarwari aus Afghanistan feiert mit seinem Sohn Shayan und seiner Frau Sharmilla das Ende der Fastenzeit in der Lütjenburger Landesunterkunft. Das traditionelle Zuckerfest feiern Muslime fröhlich, bunt und mit vielen süßen Speisen.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Lütjenburg. „Das sind die ersten Schritte zur Integration“, sagte Ben Salem, Leiter des DRK in der Unterkunft. Man feiere zusammen, esse gemeinsam, man sitze zusammen und rede. Und nicht nur Muslime. Eine Polizistin gesellt sich in die Runde, Mitarbeiter des Wachdiensts, Flüchtlinge christlichen Glaubens und natürlich viele DRK-Betreuer.

Während des Ramadan stellte sich die Kantine der Landesunterkunft auf die Situation ein. Es gab ein Essen spätabends nach 22 Uhr und ein Lunch-Paket für die Morgenmahlzeit noch bevor die Sonne aufging. Die genaue Zeit, wann am Tag das Fasten beginnt und endet, stand jeweils auf einem Schild. Die Uhrzeiten, berechnet von islamischen Gelehrten, findet man im Internet.

Viele der Fastenden hätten den Tag mit Ruhen und Schlafen verbracht, erzählt Salem, der selbst Moslem ist. Er habe zumindest ein bisschen gefastet, nicht die ganze Zeit, gesteht er. Fasten und gleichzeitig arbeiten sei sehr anstrengend. Vor allem an heißen Tagen stelle der Durst ein großes Problem dar. Trinken dürfen die Gläubige im Ramadan von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nämlich auch nicht.

Nicht jeder gläubige Moslem muss fasten. Kinder und Kranke beispielsweise sind ausgenommen. Auch wenn man auf Reisen ist, ist eine Ausnahme erlaubt.

Ben Salem und seine Mitstreiter wissen, was zu einem richtigen Zuckerfest gehört: Clowns, Akrobaten und Spiele. Ein Mitarbeiter in einem Bärenkostüm verteilt Luftballons an die Kinder. Immer wieder steht er für ein Handyfoto bereit. Andere Helfer schminken die Jungen und Mädchen. Es ist ein bisschen wie Karneval.

Im Mittelpunkt stehen die kalorienreichen Süßigkeiten und Säfte. Die Menschen, die 30 Tage gefastet haben, laden sich viel davon auf ihre Teller. Für europäische Zungen schmeckt das Gebäck nach purem Zucker. Salem erklärt den Hintergrund des Zuckerfests. Nach dem Hungern sollen die Menschen schnell wieder zu Kräften kommen.

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Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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Preetz
Bild: Anziehungspunkt beim Zuckerfest war natürlich das Büfett mit süßen Köstlichkeiten.

„Die Stühle reichen gar nicht, viele müssen stehen“, sagte die Preetzer Flüchtlingsbeauftragte Maren Sterzik und schaute erfreut auf die dichtgedrängte Besucherschar im Haus der Diakonie. Das Zuckerfest zum Ende des Fastenmonats Ramadan hatte viele Gäste angelockt.

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