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Konversion im Turbogang

Lütjenburg Konversion im Turbogang

Wieder eine gute Nachricht vom ehemaligen Kasernengelände in Lütjenburg. Ein Investor möchte auf einer Fläche von 6000 Quadratmetern einen großen Parkplatz für Wohnmobile anlegen. Bürgermeister Dirk Sohn sieht dadurch die Tourismusbranche an der Hohwachter Bucht gestärkt. Die Stadt Lütjenburg selbst kaufte am Freitag weitere zehn Hektar des Geländes, um daraus einen Platz für Sport und Erholung zu machen.

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Auf den Kaufvertrag für zehn Hektar Land der früheren Kaserne kam das Stadtsiegel.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Lütjenburg. Der Betreiber des Wohnmobil-Parkplatzes plant, eine höherwertige Anlage zu errichten. Mit viel Grün und einem modernen Sanitärgebäude möchte er die mobilen Urlaubsreisenden anlocken. Laut Sohn ist sogar ein Vier-Sterne-Standard im Gespräch. Eine derart hochwertige Anlage gebe es in der Region bisher nicht. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) müsse dem Angebot des Investors allerdings noch zustimmen.

 Abgeschlossen ist seit am Freitag hingegen der Verkauf des früheren Bundeswehrsportplatzes und weiterer Grünflächen an die Stadt. Bürgermeister Sohn legte eigens seine Amtskette bei der Unterschrift unter den Kaufvertrag an. Nicht nur weil es ein feierlicher Moment im Rathaus war.

 Die Amtskette schenkten die Gewerbetreibenden 1962 der Stadt aus Anlass der Einweihung der Schill-Kaserne. Nun, wo auf dem Gelände etwas völlig Neues entsteht, gehört sie aus Sicht Sohns zur Zeremonie unbedingt dazu. Der Wert der Immobilie liege bei 228000 Euro. Weil der Bund den Kommunen aber großzügige Rabatte einräumt, zahle Lütjenburg deutlich weniger, so Sohn. Über den wahren Kaufpreis schwiegen beide Seiten.

 Die Zukunft des neuen städtischen Geländes liegt in den Händen der Bevölkerung. In Workshops sollen alle Lütjenburger mitentscheiden können, was auf den Grünflächen passiert. Nur für den Sportplatz gibt es schon einen genauen Plan. Er soll zu einem pflegeleichten Bolzplatz werden, den nicht nur die Sportvereine nutzen dürfen. Ein besonderes Schmuckstück könnte der Kahlenberg werden. Eine wenig bekannte Anhöhe, von der aus man einen Blick über das Nienthal werfen kann. Bei einem Tag der offenen Tür am Dienstag, 14. Juli, können die Bürger über das gesamte Gelände bummeln.

 Bima-Vertreter Hermann-Josef Huber unterstrich noch einmal das enorme Tempo, in dem die Konversion des Kasernengeländes stattgefunden habe. Er könne sich an keinen Fall erinnern, in dem in nur drei Jahren so große Teile einer Bundeswehrliegenschaft verkauft worden seien. „Das war bemerkenswert kurz.“

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
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