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Leidenschaftliches Fest der Lieder

Lütjenburg Leidenschaftliches Fest der Lieder

Weihnachten ist für Arndt von Gavel das Fest der kleinen Leute. Joseph war ein Handwerker. Seine Sicht auf den Heiligabend hat er in der Musik umgesetzt. Die „Weihnachtshistorie“ des 83-Jährigen erklingt am Sonntag, 13. Dezember, ab 18 Uhr in der Lütjeburger St.-Michaelis-Kirche.

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Arndt von Gavel freut sich auf das Weihnachtskonzert am Sonntag in der Lütjenburger St.-Michaelis-Kirche. Der frühere Musiklehrer singt nicht nur im Chor, er hat die einstündige „Weihnachtshistorie“ auch komponiert.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Lütjenburg. Zwischen 1964 und seiner Pensionierung 1994 war von Gavel ein leidenschaftlicher Musiklehrer. Er unterrichtete an den Gymnasien in Kiel-Wellingdorf und Heikendorf. Zwischen 1967 und 1974 gehörte er zum Lehrerkollegium einer deutschen Schule in Lima in Peru. Seit seinem 20. Lebensjahr leitete er verschiedene Chöre. Alle Jahre wieder setzte von Gavel sich zum Komponieren hin oder bearbeitete volkstümliche Weihnachtslieder aus Schweden, Belgien, Italien, Spanien, Polen oder Peru. Im Laufe der Jahre entstand dabei ein umfangreiches Werk, das er 1997 als musikalischen Rahmen für die Geschichte in Bethlehem zusammenstellte: seine „Weihnachtshistorie“. Sie erklang in der Vergangenheit schon in Nortorf und Laboe. Für Lütjenburg, wo Arendt seit elf Jahren lebt (vorher Probsteierhagen), ist es die Premiere, zu der er mit 350 Zuhörern rechnet.

 Arendt erlebt sein Werk nicht allein als Zuhörer. Er wird wie immer seinen Platz im Kirchenchor als Alt-Stimme einnehmen und mitsingen. Die Lütjenburger Kantorei sei für ihn eine wunderbare Gelegenheit, weiterhin mit der Musik verbunden zu bleiben. Es sei ein schönes Gefühl, die Aufführung seines eigenen Stückes mitzuerleben. Der Gedanke daran, stimme ihn sehr zufrieden.

 Neben seinen Eigenkompositionen fügt von Gavel Weihnachtslieder aus aller Welt in sein Werk ein. Ausschließlich „volkstümliche“, unterstreicht er. Weihnachten sei ja, wie gesagt, das Fest der kleinen Leute. In den verschiedenen Weisen spiegelten sich die unterschiedlichen Volkscharaktere wider. Und dabei konnte er aus einem großen Fundus schöpfen. Die ausgelassenen Stücke aus Peru treffen auf eher besinnliche Melodien aus Deutschland, die spanischen Zapateros auf die Piffari aus Italien. Kein kirchliches Fest habe so viele Lieder hervorgebracht wie Weihnachten, so von Gavel. Und das überall auf der Welt. „Gibt es überhaupt ein kirchliches Kinderlied zu Ostern?“, fragt der Pensionär und gibt die Antwort damit selbst. Natürlich nicht. Weihnachten ist für ihn nicht nur ein Fest des Friedens, sondern auch der Lieder.

 Die Solopassagen der „Weihnachtshistorie“ gestalten am Sonntag Margit Krell (Sopran), Henning Rasch (Alt), Christian Becker (Tenor) und Detlef Kjer (Bass). Es singen der Michaelis-Chor und die Schola Cantorum mit zusammen rund 50 Sängern. Begleitet werden sie vor dem Altar der St.-Michaelis-Kirche dabei von einem zehnköpfigen Kammerorchester.

 In Absprache mit dem Komponisten von Gavel hat der musikalische Leiter Ralf Popken die „Weihnachtshistorie“ erweitert. Zwischen den einzelnen Teilen der biblischen Geschichte erklingen immer wieder bekannte, deutsche Weihnachtslieder, bei denen die Zuhörer mitsingen dürfen. Der Michaelis-Bläserchor begleitet diese Stücke. Der Eintritt ist frei. Um Spenden wird gebeten.

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Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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