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Lütjenburg: Lücken bei Radwegsanierung Ohne Priorität

Die Straße zwischen Lütjenburg und Hohenfelde erhält wie berichtet im Sommer eine neue Asphaltdecke. Der Radweg an der Landesstraße 165 wird gleich mitgemacht. Zumindest teilweise. Das Verkehrsministerium verteidigt seine lückenhafte Sanierung.

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Zahlreiche aufgewölbte Risse machen den Radweg zwischen Gadendorf und Hohenfelde stellenweise zu einer Buckelpiste. Das Land verzichtet auf eine Reparatur, weil die Strecke in der Prioritätenliste weit hinten steht.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Lütjenburg/Panker. Der CDU-Kreistagsabgeordnete Bernhard Ziarkowski und Fraktions-Chef Werner Kalinka hatten das Land dafür kritisiert, den Radweg zwischen Hohenfelde und Gadendorf auszulassen. Wenn man schon mit den Maschinenpark vor Ort habe, könne man das kleine Stück doch mitmachen, so ihr Argument. Zumal es hier besonders schlimm aussehe und viele Wölbungen durch Baumwurzeln den Belag nicht gerade angenehm für Radfahrer machten. Außerdem nutzten viele Touristen die Strecke.

 Die Sanierung richte sich nach der Prioritätenliste des landesweiten Radverkehrsnetzes (LRVN), heißt es hingegen aus dem Verkehrsministerium. Der südliche Abschnitt, der erneuert wird, sei als Radweg für Schüler ausgewiesen. Der nördliche eben nicht, so Pressesprecher Harald Haase. Touristisch viel bedeutender sei zudem der Ostküstenradweg, der dichter am Wasser verläuft. Und dort wo der Küstenradweg und der der Landesstraße identisch seien, werde auch hier ausgebessert. Haase räumte ein, dass insgesamt zu wenig Geld zur Verfügung stehe. 90 Millionen Euro müssten es pro Jahr sein, damit das Land seine Straßen, Brücken und Radwege pflegen könne. Tatsächlich seien es aber nur 25 Millionen Euro.

 Wie berichtet, erhält hingegen die Bundesstraße 202 auf kompletter Länge zwischen Lütjenburg und Bellin auch einen neuen Radweg. Landschaftsplaner Florian Liedl hielt dies für Geldverschwendung, weil der Weg aus seiner Sicht noch in Ordnung sei. Stimmt so nicht ganz, entgegnet Matthias Paraknewitz vom Landesbetrieb Straßenbau. Es gäbe sehr wohl Risse, der Untergrund sei schlecht und an einigen Stelle seien Pflastersteine verlegt, die sehr uneben seien. „Es gibt Bereiche, die sind schlecht, und solche, die sind weniger schlecht.“ Man habe abwägen müssen: abschnittsweise oder komplett renovieren, in drei Jahren wieder kommen mit den Maschinen oder zunächst einmal Ruhe zu haben. Die Entscheidung sei für eine grundlegende Sanierung gefallen, so Paraknewitz.

 Angesprochen auf die Strecke Gadendorf-Hohenfelde macht er auf die Unterschiede zwischen der Landes- und Bundesstraße aufmerksam. „Jeder Baulastträger unterhält seine Wege im Rahmen seiner Leistungsfähigkeit.“ Und der Bund könne seine Wege eben rechtzeitig sanieren.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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