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Luftwaffe würdigt Flugabwehr für Türkei-Einsatz

Lütjenburg Luftwaffe würdigt Flugabwehr für Türkei-Einsatz

Nach über vierjähriger Pause feierte die Bundeswehr wieder einen Appell auf dem Lütjenburger Marktplatz. Die Luftwaffe zeichnete das Flugabwehrraketengeschwader 1 mit dem Prinz-Heinrich-Preis aus. Die Soldaten in Todendorf gehören zu dieser Einheit.

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102 Jahre ist die Bronze-Figur des Prinz-Heinrich-Preises alt. Für ihren Einsatz in der Türkei ging die Auszeichnung an das Flugabwehrraketengeschwader 1.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Lütjenburg. Die Auszeichnung geht auf das Jahr 1914 zurück. Damals stiftete der jüngste Bruder des deutschen Kaisers Wilhelm den Preis für besonders zuverlässige Flugzeuge und Piloten. Nach dem Weltkrieg schlief die Tradition bis in das Jahr 1963 ein, als der letzte Preisträger die Bronzestatue der Luftwaffengruppe Süd übereignete. Nach einer weiteren Pause zwischen 1998 und 2013 nahm die Luftwaffe ihre Tradition des Prinz-Heinrich-Preises für besondere Leistungen wieder auf. Der Preis ging im neuen Jahrhundert bisher an das Hubschraubergeschwader 64 und das Objektschutzregiment Friesland.

Das Flugabwehrraketengeschwader 1 mit Standorten in Todendorf, Saßnitz, Bad Sülze und Husum erhielt den Prinz-Heinrich-Preis vor allem für seinen Einsatz in der Türkei. Im Dezember 2012 stationierte die Bundeswehr dort Patriot-Raketen zum Schutz der türkischen Stadt Kahramanmaras. Der Nato-Bündnispartner fürchtete Angriffe des IS aus dem Bürgerkriegsland Syrien. Insgesamt 989 Tage dienten die deutschen Soldaten in ihren Stellungen in den Hügeln vor der Stadt. 2500 Streitkräfte kamen zum Einsatz. „Sie und ihr Waffensystem Patriot haben dies durchgehalten, obwohl sie weder personell noch materiell für einen so langen Dauereinsatz ausgestattet waren“, lobte der Kommandierende General Luftwaffentruppenkommando, Helmut Schütz. Einige Soldaten blickten auf 360 Einsatztage in der Türkei zurück. Der Generalleutnant würdigte weitere Einsätze der Flugabwehr in Lettland, zum Schutz des G7-Gipfels in Elmau und in Afghanistan. Er überreichte den Preis an den Kommodore Oberst Bernd Stöckmann. Beide Offiziere trugen sich später in das Goldene Buch der Stadt ein.

Bürgermeister Dirk Sohn war sichtlich froh und stolz, nach der Schließung der Schill-Kaserne in Lütjenburg und dem Abschiedsappell wieder eine militärische Zeremonie auf dem Lütjenburger Marktplatz zu begleiten. Lütjenburg habe dank der Bundeswehr in den 70er- und 80er- Jahren einen Aufschwung in vielerlei Hinsicht genommen. Seit 2013 pflege die Stadt auch eine Patenschaft zur Flugabwehrraketengruppe 61 in Todendorf. „Lütjenburg war der Bundeswehr immer eng verbunden.“ Er dankte den Soldaten für ihren Dienst, der es allen in Deutschland ermögliche, in Freiheit zu leben.

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Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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