23 ° / 11 ° Regenschauer

Navigation:
Mehr Platz für Exponate

Lütjenburg Mehr Platz für Exponate

Das kleine Mittelalterdorf rund um die Lütjenburger Turmhügelburg nennt sich offiziell Museum. Es fehlte bislang aber Platz für eine Ausstellung mit historischen Funden. Der Verein der Turmhügelfreunde plant nun den Bau von zwei neuen Gebäuden. Kostenpunkt: rund 500000 Euro.

Voriger Artikel
Eulen werden flügge
Nächster Artikel
Kritik am Bürgermeister wächst

Die Turmhügelburg in Lütjenburg soll weiter wachsen. Bauunternehmer und Ehrenpatron Klaus Dygutsch und der Vorsitzende des Fördervereins, Hartmut Eller, präsentieren die Skizzen für ein neues Museumsgebäude, in dem eine Mittelalterausstellung ihren Platz finden soll.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Lütjenburg. Klaus Dygutsch, Ehrenmitglied und Förderer der Turmhügelburg, und der Vorsitzende der Burgfreunde, Hartmut Eller, erinnern sich mit einem Schmunzeln an die ersten Pläne. Als das Wirtschaftsgebäude auf dem Gelände gebaut wurde, dachte man daran, eine Ausstellung im Dachboden unterzubringen. Aber zugige, nicht beheizte, dunkle Räume – eben typisches Mittelalter – sind nun nicht für die sichere Aufbewahrung von Holzfiguren, Pergamenten und 1000 Jahre alte Überbleibseln geeignet. Eller: „Das war eine blödsinnige Idee.“

 Der Verein der Burgfreunde will seine Schätze, die zum Teil Privatsammler zur Verfügung stellen, nun in einem Neubau zeigen. Kern der Anlage ist ein bis zu 100 Quadratmeter großer Saal, in dem Vitrinen mit den Ausstellungsstücken ihren Platz finden. Das Museumsgebäude dient zukünftig auch als Eingang zum Mittelalterdorf und verfügt über einen Shop und eine Pantry-Küche, wo Besucher mit Essen und Trinken versorgt werden. Auch dieses Gebäude plant der Bauunternehmer Klaus Dygutsch, der zu den Initiatoren des Turmhügelprojektes zählt und alle historischen Anlagen entwarf und bislang auch baute. Es wird ein Neubau, der zwar als Fachwerkkonstruktion entsteht, aber der modern und nicht mittelalterlich aussieht. Also keine Lehmfußböden und offene Feuerstellen und mit Loch im Giebel als Abzugskamin, sondern Isolierfenster, Heizung und elektrisches Licht. Platz ist in dem Museumsgebäude auch für ein Besprechungszimmer und Lagerräume.

 Daneben entsteht ein sogenanntes Servicegebäude, in dem sich ein Aufenthaltsraum für die angestellten Kräfte und ein Büro befinden. Weil hier auch die Heizungsanlage (Geo-Thermie) für das nahe gelegene Museumsgebäude untergebracht ist, wird das Servicegebäude als erstes gebaut. Es kostet allein rund 220000 Euro. Das eigentliche Museum folgt in einem zweiten Schritt, wenn der Verein wieder etwas Geld angesammelt hat.

 Die Finanzierung bringt Eller auf einen einfachen Nenner: „Wir werden wieder betteln gehen.“ Er und Dygutsch setzen darauf, dass die EU rund 40 Prozent beisteuert. Den Rest hoffen die beiden bei Stiftungen, der öffentlichen Hand und Sponsoren aus der Wirtschaft locker machen zu können. Das hat bisher immer geklappt. Das Mittelalterdorf hat einen Wert von immerhin rund drei Millionen Euro. Der Baubeginn soll so schnell wie möglich erfolgen. Das bedeutet im Falle der Turmhügelburg: wenn die Finanzierung steht.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

THW-Liveticker!

Alle THW-Spiele live
online verfolgen. Mit
dem THW-Liveticker

Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Plön 2/3