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Nachwuchs für die Schützengilde

Lütjenburg Nachwuchs für die Schützengilde

Während andere Gilden über Nachwuchsmangel klagen oder sich auflösen müssen, steht die Lütjenburger Schützen-Totengilde von 1719 glänzend da. Gildeoberst Hans-Ulrich Strehlow verpflichtete vor der historischen Lade gleich neun junge Rekruten.

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Papa ist der beste Transporter. Der kleine Finn Steenbock freut sich, dass sein Vater Ole ihn beim Gildeumzug vom Marktplatz zur Tannenschlucht trägt. Für Finn ist es das erste Gildefest überhaupt.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Lütjenburg. In die Reihen der Gilde möchten Claas Anders, Tjark Olde Anders, Mathias Behrens, Sönke Buchhorn, Felix Freiherr von der Goltz, Nils Jansen, Hanno Niebuhr, Simon Tabeling und Jens-Thomas Zielke aufgenommen werden. Die wachsende Beliebtheit der Gilde spiegelt sich auch in einem anderen Punkt wieder. Zum Ball im vergangenen Jahr kamen erstmals mehr als 200 Gäste.

 Auf dem Festkommers am Dienstag hatte der stellvertretende Landrat Lutz Schlünsen einen schweren Stand. Er war für die verhinderte Landrätin Stephanie Ladwig eingesprungen, die 2014 einen so bleibenden Eindruck hinterlassen haben muss, dass bei den 200 Gildebrüdern zu spüren war, wie man sie vermisste. „Sie sind uns willkommen, auch wenn Sie nicht so attraktiv sind wie Stephanie“, sagte Gildeoberst Strehlow nicht ganz charmant zu seinem Gast, allerdings nicht ohne etwas Freundliches hinterher zu schieben. „Sie sind ein Sozi und trotzdem sehr nett.“

 Schlünsen schlich sich aber in die Herzen der Anwesenden mit seiner gereimten Rede. Die Gilden seien noch eine Bastion der Männer, sagte er, und in den Herrenreihen wurde kräftig mit dem Kopf genickt. „Hier darf man sein, wie man will. Hier ist es niemandem zu schrill.“ Er bewunderte die Tradition und rief die Mitglieder auf, an ihr festzuhalten. „Wenn die Gilde ins Museum muss, dann fällt niemals mehr ein Schuss.“

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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