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40 Jahre Austausch mit Frankreich

Lütjenburger Schulzentrum 40 Jahre Austausch mit Frankreich

40 Jahre ist es her, dass erstmals Schüler des Lütjenburger Schulzentrums im Rahmen eines offiziellen Austauschs mit der Partnerschule Collège Saint-Joseph nach Bain-de-Bretagne (Frankreich) fuhren. Das Jubiläum ist Anlass für einen Festakt und die Pflanzung eines Baumes vor dem Schulzentrum.

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Vor dem Rathaus wehte die Fahne von Bain de Bretagne, als Bürgermeister Dirk Sohn (Mitte oben) die französischen Gäste und ihre Gastgeber empfing. Neben ihm Lehrer Dankwart Dittrich und die Lehrerinnen Marie Delangre und Lucie Thébaut.

Quelle: Orly Röhlk

Lütjenburg. Vor einer Stadtrallye zur Begrüßung empfing Bürgermeister Dirk Sohn je 20 Gäste und Gastgeber und die Lehrer Marie Delangre und Lucie Thébaut im Rathaus. Er habe für das Jubiläum eigens die Amtskette angelegt, was er sonst nur beim Neujahrsempfang mache, verwies Sohn auf den hohen Stellenwert. Anhand von Plänen für eine Freizeitfläche, die man mit Jugendlichen gemeinsam entwickelt habe, erklärte er, dass es hier üblich sei, eng mit Jugendlichen zusammenzuarbeiten bei Themen, die sie betreffen. Ob dies in Bain auch so sei, wussten die Schüler nicht zu sagen. Ihrem Bürgermeister ließ Sohn daher freundlich ausrichten, es sei eine gute Sache, Jugendliche zu beteiligen. „Ich setze auf euch, dass ihr die Partnerschaft zwischen den Schulen fortführt und diese noch viele Jahre hält.“

 Im Herbst hatte die Fahrt der Lütjenburger in die Bretagne wegen der Attentate in Paris ausfallen müssen. Das war an diesem Vormittag offiziell kein Thema. Die Schüler Cederic, Simon, Juliette und Youenn aus Bain sowie Malena und Lea formulierten hingegen in der jeweiligen Fremdsprache einige Sätze zur Begrüßung und des Dankes. Sie freuten sich umso mehr, dass der Besuch dieses Mal geklappt hat. „Es war ein großer Schock, und die Schüler waren sehr enttäuscht“, erinnerte sich Lehrer Volker Clausen, der mit den Kollegen Dankwart Dittrich, Siri Tüxen, Ralf-Eric Foth und Inga Würdemann den Austausch organisiert. Damals sei zunächst nicht klar gewesen, ob man hätte fahren dürfen. „Den Franzosen waren alle Ausflüge untersagt.“ So hätte man zwar in den Familien sein können, aber traditionell ist die Fahrt auch mit einem Aufenthalt in Paris verbunden. „Es war emotional eine schwierige Zeit.“

 Am Anfang der Partnerschaft stand eine Bank, schrieb Lehrer David Fraesdorff 2015 in der Schul-Chronik, die er für das 50-jährige Jubiläum des Gymnasiums erarbeitet hat. 1969 knüpfte die Caisse de Crédit Mutuel Kontakte zur Raiffeisenbank Lütjenburg. 1972 verbrachten Schüler von Realschule und Gymnasium auf Einladung der Raiffeisenbank ihre Ferien bei Altersgenossen der katholischen Privatschule Collège Saint-Joseph. 1974 wurde die Partnerschaft vom pädagogischen Austauschdienst in Bonn offiziell anerkannt. Vom 24. Mai bis 9. Juni 1976 fuhren 17 Mädchen und drei Jungen nach Bain, und seit 1981 sind für die deutschen Gäste jeweils zwei bis drei Stunden in Paris eingeplant. 1984 besiegelten die Bürgermeister die Städtepartnerschaft. 1994 weitete man die Schulpartnerschaft auf das Lycée Jean Brito aus. 2011 bis 2013 stagnierte der Austausch, da die Franzosen Probleme hatten, ihn zu organisieren: Die Zahl der Schüler, die Deutsch als zweite Fremdsprache erlernten, war rückläufig. Ersatzweise fuhren die Lütjenburger Neuntklässler nach Paris. 2014 wurde der Austausch wiederbelebt.

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