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Lust auf lebendige Bilder

Filmprojekt in Löptin Lust auf lebendige Bilder

Drei Filme über Preetz-Süd, Nettelsee und Kühren hat Pastor Christoph Pfeifer von der evangelischen Kirchengemeinde Preetz schon fertig. Jetzt hat er das nächste Projekt in Löptin gestartet. Startschuss für Geschichte und Geschichten aus der Gemeinde war ein plattdeutscher Taufgottesdienst.

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Kameramann Jonny Rehder zeichnet den plattdeutschen Taufgottesdienst in Löptin auf.

Quelle: Silke Rönnau

Löptin. „Nu geiht dat los, een Film över Löptin ward dreiht“, verkündet er in der Diele auf Hof Burchard. Mehrere Kameras halten das Geschehen unter der Erntekrone fest. Das Besondere an diesem Tag: Stefanie und Michael Hobrak lassen ihren sechs Monate alten Sohn taufen. Auch die anderen beiden Söhne, der zweieinhalbjährige Jannik und der vierjährige Jonah, wurden hier über das Taufbecken gehalten. „Ich glaube, es gibt hier keine andere Familie mit drei Taufen in der Diele“, meint der Pastor. „Man kennt sich, dadurch ist die Atmosphäre so besonders“, sagt Stefanie Hobrak. Es sei locker und entspannt. „Und bei Familie Burchard ist es immer super, einfach so familiär.“

 Löptin könne auf eine lange Geschichte zurückblicken, erzählt Pfeifer. „Gerade die Geschichten von früher, von unseren Vorfahren, sind so ein großer Schatz.“ Er freue sich, dass die vom ehemaligen Bürgermeister August Möller 1988 verfasste Chronik ab 2006 von den Neubürgern Susanne und Marco Neupert fortgeführt worden sei. Darauf wolle man mit dem Film aufbauen, den sich nun auch die Löptiner wünschten, „nachdem die Euphorie in Kühren so groß war“.

 Der Pastor wird wieder von Jonny Rehder an der Kamera und Peter Weimann (Kamera und Schnitt) unterstützt. „Ein eingespieltes Team ist die halbe Miete“, sagt er schmunzelnd. In Löptin wolle man andere Akzente setzen als in den ersten drei Projekten. Es gehe um die Veränderungen des Landschaftsbildes im Wechsel der Jahreszeiten, um die Ereignisse im Laufe eines Jahres wie Gottesdienst, Konzert, Aufstellung des Maibaums, Sommerfest und Erntekronebinden. Dabei solle es mehr lebendige Bilder geben. Ein besonderer Reiz sei auch der Blick in die Zukunft, denn im Jahr 2024 stehe die 800-Jahr-Feier der Gemeinde auf dem Programm. „Wie wünsche ich mir unser Dorfleben 2024?“ – dieser Frage wolle er bei den Einwohnern nachgehen. Dann gebe es zum Beispiel eine ganz neue Verkehrsführung durch die A21. Eine Herausforderung sei, dass Löptin ein Rundlingsdorf mit Außenhöfen sei. Diese sollten Teil des gesamten Dorfs sein, doch manche fühlten sich immer noch als „Butendörfer“.

 „Natürlich sollen wieder möglichst viele Menschen beteiligt werden“, kündigt Pfeifer an. Jeder sei aufgefordert, nach alten Fotos und Karten zu wühlen und sich bei ihm zu melden. Die Dreharbeiten hat er in mehrere Abschnitte eingeteilt: die Geschichte des Dorfes von der ersten urkundlichen Erwähnung als Siedlung Groß und Klein Lybbetin über das Mittelalter bis heute, die Entwicklung der Landwirtschaft, das alte Gewerbe, die Verkehrsanbindung, die alten Höfe rund um den Dorfplatz, der Krieg und die Nachkriegszeit, der Weg von der Hufnergemeinde zur politischen Gemeinde, die Außenhöfe, Siedlerstellen und Einzelhäuser, der Hof Seekamp, die Neubauten, die Dorfschule mit den Kinderfesten, die Feuerwehr, die Schneekatastrophe 1978/79 und das Dorfleben heute. Dafür hat er ein ganzes Jahr ins Auge gefasst, im Spätsommer 2017 soll die letzte Klappe fallen.

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Ein Artikel von
Silke Rönnau
Ostholsteiner Zeitung

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