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Neuer Kommandeur in Plön

Marineunteroffizierschule Neuer Kommandeur in Plön

„London is calling“ hieß es gestern für Kapitän zur See Thomas Schütze. Der 55-jährige Kommandeur der Marineunteroffizierschule (MUS) Plön wechselt als Referatsleiter für die maritimen Operationspläne der Nato nach Northwood. Als Nachfolger übernimmt Kapitän zur See Matthias Kähler (59) den Dienstposten als neuer Schulchef.

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Nach der formellen militärischen Übergabezeremonie besiegeln Kapitän zur See Matthias Kähler (von links), Flottillenadmiral Rainer Endres und Kapitän zur See Thomas Schütze den Kommandowechsel per Handschlag.

Quelle: Dirk Schneider

Plön. Die feierliche Kommandoübergabe mit der Verabschiedung Schützes und der Einführung Kählers leitete Flottillenadmiral Rainer Endres. Abgerundet wurde das militärische Zeremoniell durch das Marinemusikkorps Ostsee.

 In seiner letzten Ansprache nutzte Schütze die Gelegenheit, nicht nur seinen Kameraden für eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit und jede Menge Improvisationskunst zu danken, sondern hob auch die enge Verbindung zwischen Kaserne und Garnisonsstadt hervor. Angesichts eines Partnerschafts-Ankers, der stolz und fest backbord am Paradeplatz achteraus stehe und dessen Gegenstück sich vor dem Plöner Rathaus befinde, stellte er fest: „Die Integration der MUS in die Region, die vor zwei Jahren in die Übernahme der Patenschaft für unsere Schule durch die Stadt Plön mündete, ist beispielhaft.“

 Diese Eindrücke bestätigte Rainer Endres. In seiner Funktion als Verantwortlicher für die Ausbildung in der Marine habe er die MUS, in der auch er einst seine Grundausbildung durchlaufen habe, in vielen Besuchen bei Lehrgängen, Vereidigungen oder im Rahmen der Dienstaufsicht noch besser kennengelernt. „Irgendwie ist da auch immer so ein Gefühl dabei, dass hier in der MUS und in Plön die Welt noch in Ordnung ist. Die Patenschaft ist ein lebendiger Beleg dieser beispielhaften Beziehung.“ Dieses schöne Miteinander lebe von den vielen Menschen, die mitmachen. „An der Spitze auf der militärischen Seite war dies Kapitän Thomas Schütze“, lobte Endres. Und auch den Schulbetrieb mit 350 Mitarbeitern und 3500 Lehrgangsteilnehmern pro Jahr habe der scheidende Kommandeur gut gemeistert. Als ein herausragendes Ereignis werde wohl der spontane Segeltörn mit Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen in Erinnerung bleiben. „Das Gerücht, die Ministerin habe die Entscheidung über die 30 Millionen Euro Investition in den Standort Plön während dieser Seefahrt spontan getroffen, ist liebenswert, aber unbestätigt.“

 Als neuen Schulkommandeur berief Endres mit Kapitän zur See Matthias Kähler einen Schnellbootfahrer zu Schützes Nachfolger, der erstmals vor 30 Jahren als Kommandant des Schnellboots Pinguin die weiße Mütze und die Verantwortung trug. Es folgten verschiedene Stationen über den Aufstieg zum Kommandeur des ganzen Schnellbootgeschwaders bis hin zum Abteilungsleiter Personalführung. „Du kennst nicht nur jeden Marineoffizier mit weit mehr als Dienstgrad und Namen. Du weißt auch sehr genau, worauf es in Führungsverwendungen ankommst und bist damit für diese Aufgabe bestens vorbereitet“, so Endres.

 Kähler selbst nahm die ihm zugespielten Bälle dankbar auf. Die Marineunteroffizierschule liege in kabbeliger See gut am Wind, erklärte er auch mit Blick auf die vielfältigen Aufgaben und Einsatzgebiete, die die Marine und damit auch die in Plön ausgebildeten Soldaten vielleicht künftig in aller Welt erfüllen müssten. „Die Bedrohungen reichen von Piraterie, Terrorismus über Menschenhandel bis zu verdeckten Kriegen.“

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