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Massenkarambolage war Großübung

Kreis Plön Massenkarambolage war Großübung

Massenkarambolage im Wald: Ein Gefahrguttransporter kollidiert am Grimmelsberg (Gemeinde Kletkamp) frontal mit einem Pkw, rutscht in den Straßengraben, die Ladung schlägt Leck. Sieben weitere Autos werden in zwei Auffahrunfälle verwickelt. Zum Glück war dieses Szenario nur eine Übung für die Wehren im Kreis Plön.

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Gleich drei Verkehrsunfälle mit neun Fahrzeugen –(darunter ein beladener Gefahrguttransporter) und 21 Verletzten mussten die Einsatzkräfte der Feuerwehren und der Schnellen Eingreifgruppe bei einer Großübung auf dem Grimmelsberg bewältigen.

Quelle: Dirk Schneider

Kletkamp. Bei der Massenkarambolgage verletzt sich zu allem Überfluss ein Waldarbeiter vor Schreck mit der Kettensäge. Dieses blutrünstige Szenario, dass irgendwie an eine private TV Serie mit explodierenden Autos erinnert, haben sich Kirchnüchels Wehrführer Manfred Wossnig und der Leiter des Löschzugs Gefahrgut Kreis Plön Andreas Mösch für eine Großübung ausgedacht, die am Sonnabend über 100 Rettungskräfte beschäftigte.

Bereits um neun Uhr morgens hatte das Organisationsteam die Unfallfahrzeuge auf der abgesperrten Strecke in Position gebracht. Etwa 90 Minuten benötigte „Maskenbildnerin“ Julia Arp von der ASB Schönkirchen, um die 21 Unfallopfer von der Plöner Feuerwehr unfalltauglich mit Filmblut zu schminken. Um 10:42 Uhr erfolgt der Alarm. Zehn Minuten später treffen die Fahrzeuge der Feuerwehren Högsdorf und Gowens ein. Deren Wehrführer Michael Bartels übernimmt die Einsatzleitung. Die erste Erkundung der Unfallstelle verzögert sich, weil die Atemschutzgeräteträger zunächst in einen weiteren Schutzanzug schlüpfen müssen.

Massenkarambolage im Wald: Ein Gefahrguttransporter kollidiert am Grimmelsberg in der Gemeinde Kletkamp frontal mit einem Pkw, rutscht in den Straßengraben, die Ladung schlägt Leck. Sieben weitere Autos werden in zwei Auffahrunfälle verwickelt. Zu allem Überfluss verletzt sich Waldarbeiter vor Schreck mit der Kettensäge. Dieses blutrünstige Szenario, dass irgendwie an eine private TV Serie mit explodierenden Autos erinnert, haben sich Kirchnüchels Wehrführer Manfred Wossnig und der Leiter des Löschzugs Gefahrgut Kreis Plön Andreas Mösch für eine Großübung ausgedacht, die am Sonnabend über 100 Rettungskräfte beschäftigte.

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Nach einer längeren Wartezeit kommen zwei grüne Männchen über den Hügel, begutachten die Pkw mit den verletzten Personen und marschieren weiter zum verunglückten Lkw, schätzen grob dessen Gefährdungspotential ein und geben schließlich die erste Unfallstelle mit drei Autos für die Rettungs- und Bergungsaktion frei. Während hier die Hilfsaktion mit 70 Feuerwehrleuten und  Sanitätern der Schnellen Eingreifgruppe anläuft, stehen die sieben Helfer der Helmstorfer Wehr, die die Einsatzstelle über Rathlau angefahren haben zunächst allein auf weiter Flur und müssen sich über eine Stunde um vier Unfallautos mit neun Verletzten kümmern, bis schließlich weitere Hilfskräfte aus Ostholstein nachrücken.

Auf der anderen Seite ist mittlerweile der Löschzug Gefahrgut, dessen Fahrzeuge im gesamten Kreisgebiet stationiert sind, eingetroffen. Mitten im Wald wird eine Dekontaminationsstation aufgebaut. Die gefährliche Ladung wird untersucht und identifiziert. Ein 1200 Liter fassender Behälter mit einer Reinigungssäure muss umgefüllt werden. Weitere 200 Liter und 30 Liter fassende Gebinde mit gefährlichen Flüssigkeiten werden umgeladen. Nach knapp vier Stunden ist die Übung beendet.

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