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Ideen gegen den Verkehrskollaps

Masterplan Mobilität Ideen gegen den Verkehrskollaps

Der Name ist Programm: Der Masterplan Mobilität für den Großraum Kiel macht mobil, um möglichst viele Menschen für eine klima- und umweltfreundliche Mobilität zu begeistern.  Am Freitag wurden in Preetz Ideen gesammelt, wie man dem Verkehrskollaps Schritt für Schritt begegnen könnte.

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Überdimensionale Landkarten der Kiel-Region sorgten statt Tischdecken dafür, dass die Teilnehmer der Workshops das Ziel ihrer Diskussionen nicht aus den Augen verloren.

Quelle: Peter Thoms

Preetz. Preetz war als Standort für die Planungswerkstatt mit Bedacht gewählt, wie Anne Mechels von der Planersozietät der Kiel-Region ausführte: „Preetz hat einen Bahnhof, eine Carsharing-Station und ist eine der wenigen Städte, die bereits ein Radwege-Verkehrskonzept entwickelt hat. Außerdem ist Kiel von Preetz aus noch ohne großen Aufwand mit dem Fahrrad zu erreichen. Preetz hat die idealen Voraussetzungen, um mit unseren Thema Nahmobilität hierher zu kommen.“

Der Meinung waren auch die rund 30 Teilnehmer, die in vier Workshops darüber diskutierten, wie man den Großraum Kiel und das flache Land drumherum für Fußgänger, Radfahrer und Menschen, die Autos lieber benutzen, als sie zu besitzen, attraktiver zu machen.

In kleinen Schritten zu großen Zielen: Einen Radschnellweg zwischen Schönberg und Kiel oder Preetz und Kiel in einem Rutsch zu realisieren, ist angesichts von einem Kostenaufwand von einer Million Euro pro Kilometer illusorisch, aber „man muss mal anfangen“, so Stefan Luft von der Planersozietät der Kiel-Region.

„Man muss mal anfangen“. Das war in den Workshops häufiger zu hören. Das gilt auch für das sichere Abstellen von Fahrrädern. Heinrich Broja, der beim Kreis Plön dafür zuständig ist, die Städte und Gemeinden beim Neubau von Radwegen zu beraten, freut sich, dass Elektrofahrräder, so genannte Pedelecs, die Reichweite deutlich erhöhen, kritisiert aber, dass man an vielen Zielen die teuren Räder nicht sicher abstellen könne. Eine Bewachung an Markttagen würde sicherlich deutlich mehr Menschen bewegen, einen Teil ihrer Wochenendeinkäufe mit dem Fahrrad zu erledigen.

Die Mitarbeiter der Planersozietät der Kiel-Region nahmen eine Fülle von Ideen mit zurück nach Kiel – der Ausflug nach Preetz hatte sich durchaus gelohnt, auch wenn es noch ein langer Weg ist, den Masterplan Mobilität Stück für Stück umzusetzen. Anne Mechels sprach allen Teilnehmern aus der Seele: „Aus Projekten müssen wir Prinzip machen.“

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Ein Artikel von
Peter Thoms
Redaktion Ostholsteiner Zeitung/stellv. Ressortleiter

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