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Strand? Eine Frage der Höhe

Maximal zwei Meter Strand? Eine Frage der Höhe

Wohnmobile dürfen nicht mehr auf die Parkplätze am Stakendorfer Strand. Das ist – zumindest vom Kreis Plön – so gewollt. Weil die Höhe für Fahrzeuge aber auf zwei Meter begrenzt wurde, haben Autos mit Fahrrädern oder Surfbrettern auf dem Dach, Transporter oder Rettungsfahrzeuge dort ebenfalls keine Chance mehr, in die Nähe der Ostsee zu gelangen.

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Foto: Keine Chance, motorisiert an die Nähe des Strandes zu gelangen: Sven Grabow (rechts) und Ernst Hansen kommen mit ihrem Fahrzeug nicht auf den Parkplatz am Stakendorfer Strand.

Quelle: Thomas Christiansen

Stakendorf. Mehrere Leser, die zum Teil seit mehr als 20 Jahren regelmäßig mit ihren Wohnmobilen dort geparkt hatten, haben sich empört gemeldet, weil ihnen jetzt die Zufahrt verwehrt ist. Auch Stakendorfs Bürgermeister Ernst Hansen kritisiert, dass diese Urlauber selbst tagsüber ausgesperrt sind, ebenso wie alle anderen mit hohen Fahrzeugen beziehungsweise Dachaufbauten: „So kann man unseren Tourismus auch kaputt machen.“

 Geändert hat sich die Situation nach Darstellung der Amtsverwaltung, weil der Parkplatz in Strandnähe lange Jahre ohne Genehmigung betrieben worden war. Inzwischen wurde der Flächennutzungsplan für die zwei Parkplätze geändert. Für den Betrieb eines Wohnmobilstellplatzes hätte unter anderem eine Entsorgungsstation für Fäkalien vorhanden sein müssen, erklärt Abteilungsleiter Wolfgang Griesbach. Außerdem war für die Genehmigung ein Schallschutzgutachten notwendig, das ergab, dass für einen nächtlichen Betrieb eine Schallschutzmauer zu einem Wohnhaus erforderlich gewesen wäre. Deshalb wurde die Nutzung nur zwischen 6 und 22 Uhr genehmigt. Lediglich zu Sonderveranstaltungen wie dem Seebrückenfest in Schönberg darf der Parkplatz an zehn Nächten im Jahr länger betrieben werden.

 Wohnmobile wurden nach Angaben des Sprechers der Kreisverwaltung, Björn Demmin, auch deshalb ganz ausgeschlossen, weil die Betreiber nicht sicherstellen können, dass die Fahrzeuge die Parkplätze abends verlassen. Die Beschränkung auf eine Höhe von zwei Metern sei als Auflage in der Genehmigung, weil so sichergestellt werden sollte, dass keine Wohnmobile auf die ohne Personal betriebenen Parkplätze fahren können. Es sei nicht beabsichtigt gewesen, damit auch andere Fahrzeuge fernzuhalten, betont Demmin. Sollte der Betreiber den Wunsch äußern, die Höhenbeschränkung dafür leicht zu verändern, wäre das für die Bauaufsicht kein Problem.

 „Urlauber sind in Stakendorf selbstverständlich weiterhin willkommen“, betont Griesbach und verweist auf den unmittelbar gegenüber liegenden Campingplatz Grasbleek, der auch Stellplätze für Wohnmobile anbietet. Kreissprecher Demmin weist außerdem auf den öffentlichen Parkplatz am Schönberger Museumsbahnhof hin.

 Bürgermeister Hansen reicht das nicht aus. Denen, die zum Beispiel nur kurz an die Fischerhütten oder zum Strand wollen, dürfte weder der Campingplatz noch der Parkplatz am Museumsbahnhof helfen.

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Ein Artikel von
Thomas Christiansen
Ostholsteiner Zeitung

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