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Mehrheit für Aubrook und Hundewiese

Neue Flüchtlingsunterkünfte Mehrheit für Aubrook und Hundewiese

Die Schwentinentaler Stadtvertretung hat sich am Donnerstag mit großer Mehrheit für die von der Verwaltung vorgeschlagenen Standorte zum Bau von zwei Flüchtlingsunterkünften ausgesprochen. Mit 19:3 Stimmen quer durch alle Fraktionen fiel das Votum in namentlicher Abstimmung deutlich aus.

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Geplante Gemeinschaftsunterkunft im Klausdorfer Aubrook: Auf dieser Grünfläche neben den Schwentinehallen und dem Sportheim des TSV Klausdorf wird eine vorübergehende, mobile Flüchtlingsunterkunft entstehen.

Quelle: Christoph Kuhl

Schwentinental. Lediglich Andreas Müller und Swetlana Wiese von den Grünen sowie WIR-Einzelvertreter Joachim Harting, der die namentliche Abstimmung beantragt hatte, stimmten gegen die aus ihrer Sicht aus unterschiedlichen Gründen problematischen Standorte. Damit steht nun endgültig fest, dass im Aubrook gegenüber den Schwentinehallen (Klausdorf) und auf der momentan als Hundewiese genutzten Grünfläche am Gerhard-Scheerenberger-Platz (Raisdorf) zwei Wohnunterkünfte für jeweils 52 Flüchtlinge in Leichtbauweise entstehen werden.

 Bürgermeister Michael Stremlau geht davon aus, dass diese „mobilen und temporären Unterkünfte“ voraussichtlich im Mai nächsten Jahres bezugsfertig sind, so seine Einschätzung auf Nachfrage nach der Stadtvertreter-Sitzung. Im Haushalt für 2016 müssen für die notwendigen Bauvorhaben kreditfinanzierte Mittel in Höhe von rund 2,2 Millionen Euro als Vorleistung von der Stadt bereitgestellt werden. Die Kreditkosten sollen über die fälligen, vom Bund getragenen Nutzungsgebühren für die Wohnungen abgedeckt werden.

 Vor der Abstimmung hatte Nobert Scholtis (CDU) von der schwierigsten Entscheidung in seiner langen kommunalpolitischen Laufbahn gesprochen. „Es ist eigentlich eine unlösbare Aufgabe, weil sie nicht beeinflussbar ist“, so Scholtis. Volker Sindt (SPD) erklärte, dass seine Fraktion nach mehreren fraktionsübergreifenden Beratungen und der von der Stadtverwaltung erfolgten Prüfung von insgesamt 29 möglichen Standorten „nun guten Gewissens dieser Verwaltungsvorlage zustimmen kann.“ Ähnlich äußerte sich Uwe Bartscher (SWG), der zudem darauf verwies, dass „eine kurzfristige Lösung gefragt ist, die in diesem Fall auch die wirtschaftlichste ist.“ Wilhelm Kirschstein (FUW) betonte, dass „wir es uns in den Beratungen alle nicht leicht gemacht haben, nun aber schnell handeln müssen.“

 Andreas Müller (Grüne), der im Gegensatz zum Sprecher seiner Fraktion, Gerhard Kockläuner, gegen die jetzige Lösung stimmte, ging nochmal auf seinen Alternativvorschlag ein. Dieser sieht eine vom Reiterverein in Klausdorf gepachtete, stadteigene Fläche als möglichen Standort für eine Flüchtlingsunterkunft vor. Der Grünen-Vorstoß war im Vorfeld der Sitzung vom Verein und auch von Stadtpolitikern unter Hinweis auf das bestehende Vertragsverhältnis heftig kritisiert worden. „Wir wollen ja nicht in gültige Verträge eingreifen. Es muss doch aber erlaubt sein, darüber zumindest einmal nachzudenken“, begründete Müller den Grünen-Vorschlag.

 Einig sind sich alle Stadtvertreter darin, dass die Diskussion um Gemeinschaftsunterkünfte angesichts der Flüchtlingszahlen zwar weitergehen wird, aber die Aufnahmekapazität auch in der Stadt Schwentinental „endlich ist“, wie es Scholtis formulierte.

 Zu Beginn der Sitzung hatte es während der Einwohnerfragestunde eine ganze Reihe von Nachfragen aus dem Kreis der vielen Zuhörer gegeben. Dabei ging es hauptsächlich um alternative Standorte, um mögliche Konfliktpotenziale und vor allem um Umweltbelange. Hintergrund: Die ausgesuchte Fläche an den Aubrook-Sportanlagen liegt im Landschaftsschutzgebiet. Nach Aussage des Bürgermeisters würde nur eine etwa 2100 Quadratmeter große stadteigene Teilfläche vorübergehend von den Naturschutzbestimmungen befreit. Danach werde diese wieder in ihren Ursprungszustand zurückversetzt. Für die geplante Wohnbebauung seien zudem ökologisch wertvollere Flächen als Ausgleich vorgesehen, so Stremlau.

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