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Karte statt Bargeld

Mensa Schönberg Karte statt Bargeld

In der Mensa der Gemeinschaftsschule Probstei in Schönberg gibt es kein Bargeld mehr. Nach langer Vorbereitung konnte jetzt mithilfe von Sponsoren auf ein Kartensystem umgestellt werden. Das führt auch dazu, dass nun nicht mehr zu erkennen ist, welche Kinder vom Mittagstischfonds unterstützt werden.

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Anita Jöhnke (Zweite von links) und ihr Team gaben das Essen an die Sponsoren sowie Vertreter von Gemeinde und Schulverband aus.

Quelle: Thomas Christiansen

Schönberg. „Darauf haben wir lange hingearbeitet“, sagt Helmut Wichelmann, Vorsitzender des Schulverbands Probstei. Erste Gespräche gab es bereits im Jahr 2011, nach zwei Jahren konkreter Vorbereitung konnte die Offene Ganztagsschule (OGTS) im Kinder- und Jugendhaus vor wenigen Wochen mit der Ausgabe der Karten beginnen. „Das läuft gut an“, erklärt Anita Jöhnke von der OGTS. Viele Kinder seien sehr stolz auf die Karte.

 „Wir hatten Unmengen von Bargeld“, begründet Jöhnke den Wunsch nach einem Kartensystem. Das habe sehr großen Personalaufwand in der Mensa verursacht. Zudem stieg und steigt die Zahl der Schüler in Schönberg immer weiter – nicht nur durch den Start der gymnasialen Oberstufe. Und mit den Fragen vieler Eltern, ob ihre Kinder denn auch zum Essen gegangen sind, waren die Mitarbeiter der Mensa oft überfordert – jetzt können sie einfach im Internet nachschauen.

 Für die inzwischen auf 11.30 bis 14.15 Uhr ausgedehnte Essenszeit können sich die Kinder entweder vorher ihr Essen bestellen oder sich ganz spontan entscheiden. Auf jeden Fall benötigen sie kein Bargeld mehr, sondern müssen nur ihre Karte vorzeigen. In das System können auch besondere Angaben wie zum Beispiel Hinweise zu Allergien eingepflegt werden.

 Die Schüler können jetzt ihre Anmeldung im Büro abgeben und erhalten dort eine Bestätigung und die Internetzugangsdaten. Das Geld wird auf ein Treuhandkonto des Schulverbands überwiesen. Bisher sind 210 Benutzer im Kartensystem angemeldet, weitere Anmeldungen laufen. Von den 88 Schülern in der gymnasialen Oberstufe kommen derzeit 40 zum Essen. Das komplette Menü kostet dank der Zuschüsse von Gemeinde und Schulverband nur 2 Euro. „Wir machen alles selbst“, erklärt Mensaleiterin Heike Dziuba. „Darauf sind wir sehr stolz“, betont Jöhnke. Das Kartensystem sorgt nun auch dafür, dass die mittlerweile 102 Kinder, deren Essen vom Schulverband dank Sponsoren über den Mittagstischfonds bezahlt wird, in der Mensa nicht mehr erkennbar sind, weil sie genauso wie alle anderen ihre Karte vorzeigen.

 Von den insgesamt rund 8000 Euro Kosten für das neue Kartensystem wurden jeweils 2000 Euro von der Förde Sparkasse und der VR-Bank übernommen.

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Ein Artikel von
Thomas Christiansen
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