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Ein neues Konzept muss her

Mensa am Castöhlenweg Ein neues Konzept muss her

Das Thema Mensa am Castöhlenweg berieten die Mitglieder des Preetzer Haupt- und Finanzausschusses in ihrer jüngsten Sitzung. Zu dieser Diskussion kam es auf Antrag der FDP. Warum? Der eine Million Euro teure Bau ist nicht ausgelastet.

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Mittagszeit: Karina Rath (rechts) und Danica Weber geben Essen an die Schüler von Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule und Friedrich-Schiller-Gymnasium aus.

Quelle: Andrea Seliger

Preetz. Ende 2012 startete der gemeinsame Essensraum für die Schüler des Friedrich-Schiller-Gymnasiums (FSG) und der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule (THG). Hier sollten auf gut 300 Quadratmetern Fläche und 170 Plätzen zahlreiche Mittagsessens-Besucher eine Sitzgelegenheit finden. Je zur Hälfte trugen die Stadt Preetz und der Kreis Plön das Bauvorhaben, das jedoch nur wenig angenommen wird.

 „80 bis 120 FSG-Schüler und 30 THG-Schüler gehen in der Mensa speisen“, so FDP-Mann Michael Howe. Die Zahl müsse dringend erhöht werden. Zudem sei man mit dem Zustand des nicht genutzten Außenbereichs nicht einverstanden. Bürgermeister Wolfgang Schneider erläuterte: „Wir haben mit 71 Essen je Tag eine Auslastung von sechs Prozent der betroffenen Schüler.“ Das sei wenig, aber durchaus bei vergleichbaren Mensen ähnlich. Schneider merkte ebenfalls an, dass seit zwei Jahren auf der extra gebauten Terrasse nichts gemacht wurde.

 „Die Nutzerzahlen von den Schulen liegen ja ziemlich weit auseinander. Vielleicht ist bei der THG die Notwendigkeit nicht da, dass die Schüler in der Mensa essen?“, fragte Axel Schreiner (CDU/FWG). THG-Schulleiterin Irina von Guerard ist ratlos: „Ich kann nicht sehen, warum es den FSG-Schülern schmeckt und den THG-Schülern nicht.“ Sie habe in einem Mensa-Ausschuss evaluiert, woran es liegen könnte. „Wir sind zu keinem Ergebnis gekommen. In einer Umfrage wurde von den Mädchen und Jungen nur angegeben, dass es ihnen nicht schmecke.“

 Von den Eltern habe sie gehört, dass diese abends mit ihren Kindern gemeinsam essen wollten, wenn sie schon tagsüber arbeiten würden. „Als es an die Planung für die Mensa ging, haben sie das genau andersherum geäußert.“ Von Guerard erklärte, dass man bereits in der zweiten Pause mit Snacks wie Wraps oder Spaghetti-to-go versuche, Älteren das Mensa-Angebot schmackhaft zu machen. In der ersten Pause verkaufen die sogenannten Brötcheneltern unter anderem belegte Brötchen und Frikadellen. „Das ist eine wichtige Institution, auf die wir keinesfalls verzichten werden. Und wer um 9.20 Uhr etwas isst, der sollte um 13 Uhr Hunger haben“, so die Schulleiterin.

 Erneut kam die Frage auf, ob eine Vollküche mit täglich frisch zubereitetem Essen die Misere beheben könnte. Zudem hatten sich Schüler an den Bürgermeister gewandt und gefragt, ob man einen Getränkeautomaten aufstellen könnte. Viele Wünsche, viele Fragen und doch keine Lösung: Auf Antrag der FDP soll nun ein neues Konzept mit allen Beteiligten gefunden werden, damit es nach den Ferien zu einer Belebung kommt.

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Ein Artikel von
Claudia Josefus-Szellas

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