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Habeck redet Klartext

Ministerbesuch Habeck redet Klartext

Die Gesellschaft als Gewinner der Flüchtlingsströme: Das war eine der Kernthesen, die Minister Robert Habeck als Gastreferent neben Claudia Bielfeldt (BUND-Landesverband) und Erich Faehling (Propst Kirchenkreis Plön-Segeberg) auf einer öffentlichen Mitgliederversammlung des Plöner Grünen-Kreisverbandes in Heikendorf vertrat.

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„Ich habe keine Angst vor Multi-Kulti“: Für Grünen-Minister Robert Habeck, der am Donnerstagabend im Heikendorfer Strandhotel Seeblick zu den Themenbereichen Flüchtlingsströme und Klimawandel sprach, sind die vielen Flüchtlinge bei gelungener Integration ein Gewinn für die Gesellschaft.

Quelle: Christoph Kuhl

Heikendorf. Nur bei einer gelungenen Integration könnten jedoch alle von mehr Wohlstand und mehr Jobs profitieren. Auch das demografische Problem wäre laut Habeck gelöst.

 Es war ein Heimspiel für den Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Energie. Am Heikendorfer Gymnasium hatte er einst sein Abitur gemacht, wie er den Zuhörern im völlig überfüllten Saal des Strandhotels Seeblick eingangs berichtete. Von Grünen-Kreisvorstandsmitglied Monika Friebel war er zuvor als „Superstar“ angekündigt worden. Und Habeck redete wie immer Klartext: Zivilcourage sei in der Flüchtlingsfrage gefragt. Die Hilfsbereitschaft in Deutschland und die unbürokratische Unterstützung von Polizei und Bahn sei ermutigend.

 Empörend sei hingegen das Verhalten einiger europäischer Nachbarstaaten, die aus Angst vor zu vielen Muslimen in ihrer Gesellschaft keine Flüchtlinge aufnehmen wollten. Von Kanzlerin Merkel und ihrem Satz „dann ist das nicht mein Land“ ist Robert Habeck begeistert. Gleichzeitig enttäuschen ihn aber die Grenzkontrollen. „Das war das falsche Signal an unsere europäischen Nachbarn.“ Habeck schlug in seinen Ausführungen auch den Bogen zum Klimawandel. Rund zwei Drittel der weltweit geschätzten 60 Millionen Flüchtlinge würden ihre Heimat wegen Dürre und Wassermangel verlassen. Wie bei der Flüchtlingsfrage müsse Deutschland laut Habeck auch beim Klimaschutz eine Vorreiterrolle übernehmen. So müssten insbesondere die Lebensbedingungen in den Herkunftsländern verbessert werden. Anderenfalls würden die Flüchtlingsströme nach Europa noch weiter zunehmen.

 Von einem Kraftakt sprach Habeck vor allem auch in Sachen Wohnungsbau. Der werde jetzt in beschleunigten Planungsverfahren erfolgen. Der Grünen-Ortsvorsitzende Olaf Bartels appellierte an die Zuhörer, dringend benötigte Wohnungen kurzfristig zur Verfügung zu stellen. „Wir wollen im Amt Schrevenborn möglichst an der dezentralen Lösung festhalten.“ Auf die Einrichtung eines ersten Flüchtlings-Erstaufnahmelagers im Kreis Plön bereite sich unterdessen der Katastrophenschutz laut Christian Pagel, Vorsitzender des DRK-Kreisverbandes Plöner Land, derzeit noch vor.

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