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Mit Biotechnologie zum Erfolg

Bundeswettbewerb Jugend forscht Mit Biotechnologie zum Erfolg

Meret Kaliske weiß, was sie will. Die Rastorferin hat sich für die Elly-Heuss-Knapp-Schule in Neumünster mit dem Schwerpunkt Biotechnologie entschieden. Und mit ihrem Projekt zum Bakterium Bacillus amyloliquefaciens war die 17-Jährige sogar erfolgreich bei Jugend forscht auf Bundesebene.

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Meret Kaliske kennt die landwirtschaftliche Praxis vom elterlichen Hof in Rastorf.

Quelle: Andrea Seliger

Rastorf. Ihr Tag beginnt morgens um halb sechs: „Mit dem Bus über Ascheberg brauche ich eineinhalb Stunden zur Schule“. Doch den langen Weg vom elterlichen Hof im Ortsteil Wildenhorst bis nach Neumünster nimmt sie gern in Kauf, denn das berufliche Gymnasium dort bietet ihr gleichzeitig die Möglichkeit, die Ausbildung als biologisch-technische Assistentin zu absolvieren.

 Ihre Oberstufe dauert deshalb vier Jahre, dafür hat sie anschließend aber nicht nur das Abitur, sondern auch schon einen Berufsabschluss in der Tasche. Und die Schwerpunkte Biotechnologie und Biologie entsprechen genau ihren Interessen.

 Zum ersten Mal im Labor stand sie als Neuntklässlerin, als sie bei einem Tierarzt ihr Schulpraktikum ableistete. Freiwillig machte sie ein weiteres bei der Biotechnologiefirma e-nema in Schwentinental. Und ihr jüngstes Schulpraktikum beim Max-Rubner-Forschungsinstitut in Kiel brachte sie auf das Thema „Lebendiger Dünger“, mit dem sie nun auch bei Jugend forscht im Bereich Biologie ihren Preis gewann: „Ich habe auf einer Gurke ein Bakterium gefunden, das sehr schöne Kolonien gebildet hat“, berichtet sie. Bacillus amyloliquefaciens erwies sich nicht nur als optisch ansprechend, sondern fördert auch das Pflanzenwachstum – das kann sie nun auch anhand ihrer Tests beweisen. Man sollte allerdings nicht gleichzeitig das aktuell vieldiskutierte Glyphosat anwenden, denn das bremst die Wirkung, was Meret ebenfalls anhand von Tests belegen kann: „Natürlich alles auf Laborstandards, nicht aufs Feld bezogen.“

 Mit ihrer Präsentation hatte sie bereits auf Regional- und Landesebene gesiegt, bevor sie zum Bundesentscheid nach Paderborn fuhr. Dort gewann sie den Preis der Bremer Ernst A.C. Lange-Stiftung und der Stftung Schweizer Jugend forscht: Die Teilnahme an der internationalen Wild Life Research Week in der Schweiz.
Bundesweit hatten knapp 12000 Jugendliche mit rund 6800 Projekten am Wettbewerb Jugend forscht teilgenommen. Bis zum Schulabschluss sind es noch zwei Jahre Zeit. Die Details hat Meret Kaliske noch nicht genau geplant, die Richtung schon: „Ich würde sehr gerne in die Forschung gehen.“

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