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Möbelpacker für den guten Zweck

Preetz Möbelpacker für den guten Zweck

Dicht gedrängt stehen Tische, Schränke und Couchgarnituren in einem Raum, Bettgestelle, Lattenroste und Matratzen nebenan. Auch mit Regalen, Stühlen und Lampen ist das Möbellager der Diakonie in Preetz reichlich ausgestattet. Alles wirkt sauber und gut erhalten.

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André Mehl (links) zeigt Michael Steenbuck, Geschäftsführer der Diakonie Plön-Segeberg, das Möbellager.

Quelle: Anne Gothsch

Preetz.  „Die Spendenbereitschaft ist ungebrochen groß, wir können uns gewissermaßen die besten Stücke aussuchen“, berichtet André Mehl, der das Möbellager in der Schellhorner Straße 5a leitet. Werden ihm Spenden telefonisch angeboten, frage er nach, ob das Mobiliar auch in eine kleine Wohnung passe und in welchem Zustand es sei. „Hört sich das Angebotene brauchbar an, vereinbaren wir einen Termin, um die Dinge vor Ort zu begutachten und gegebenenfalls aufzuladen“, erläutert Mehl, der sich auf ein gut eingespieltes Team von vier bis fünf Mitarbeitern, teils 1-Euro-Jobber, teils ehrenamtliche Helfer, verlassen kann. Jedes ankommende Stück werde zunächst gereinigt, auch kleine Reparaturen, wenn etwa ein Griff fehlt oder eine Schranktür nicht mehr gut schließt, würden ausgeführt, bevor die Einrichtungsgegenstände für kleines Geld die Besitzer wechseln. „Bei Bedarf liefern wir das Gekaufte auch aus, das kostet dann allerdings etwas, denn das Lager muss sich schließlich selbst finanzieren“, erläutert André Mehl.

 „Bei uns muss niemand einen Berechtigungsschein vorweisen. Jeder kann sich hier nach einem Schnäppchen umschauen, aber natürlich möchten wir in erster Linie Bedürftige und Geflüchtete mit Möbeln und Hausrat aus zweiter Hand unterstützen“, sagt Michael Steenbuck, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes des Kirchenkreises Plön-Segeberg, der sich bei allen Spendern bedanken möchte und gleichzeitig hofft, dass künftig nicht mehr so viel gut erhaltenes Mobiliar auf dem Sperrmüll landet.

 Stark nachgefragt werden zurzeit Teppiche, kleine Sofas und Staubsauger. „Große Elektrogeräte wie Waschmaschinen, Kühlschränke oder Fernseher nehmen wir allerdings nicht an, weil wir sie nicht auf Funktionstüchtigkeit überprüfen können und uns dann womöglich noch um die kostenpflichtige Entsorgung kümmern müssten“, so André Mehl. „Auch komplette Haushaltsauflösungen können wir nicht übernehmen und bitten darum, Gespendetes nicht einfach auf den Hof oder vor die Tür zu stellen, wenn keiner von uns im Lager ist. Das meiste ist dann nach einem Regenguss unbrauchbar.“

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