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Beschädigte Fender gefährden Fährbetrieb

Mönkeberg Beschädigte Fender gefährden Fährbetrieb

Vor drei Jahren erst wurde der neue Fähranleger Mönkeberg eingeweiht – doch die Pontonfender an der Stirnseite der Brücke sind bereits jetzt stark beschädigt. Sollte es schlimmer kommen, bestehe die Gefahr, dass die Schiffe dort nicht mehr anlegen können, so SFK-Pressesprecherin Andrea Kobarg auf Nachfrage.

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So wie dieses Exemplar sind auch die anderen Fender am Anleger Mönkeberg stark beschädigt.

Quelle: Andrea Seliger

Mönkeberg. „Es ist dringlich. Wir müssen etwas tun“, sagte Mönkebergs Finanzausschussvorsitzender Hans-Georg Schneider in der Sitzung am Montagabend. Die Gemeinde ist zuständig für den Erhalt der Brücke. Der Ausschuss beschloss einstimmig, ein Ingenieurbüro mit der Planung der Instandsetzung zu beauftragen. Die Kosten dafür werden auf 4000 Euro geschätzt. Im Ausschuss herrschte die Einschätzung vor, dass das zurzeit verwendete Fendermodell, das den Puffer zwischen Anleger und Schiff bilden soll, Konstruktionsfehler habe. Es besteht aus 14 senkrecht angebrachten hohlen Gummiteilen, von denen die meisten nur noch halb vorhanden sind. Sie seien dem Druck bei extremen Wetterlagen offenbar nicht gewachsen: „Mönkeberg liegt am Ostufer, der Wind kommt meist aus Westen“, so Ausschussmitglied Jürgen Marth, selbst Kapitän. Einen kräftigen Stoß beim Anlegen des Schiffes werde man deshalb oft nicht vermeiden können.

 Bürgermeister Jens Heinze hat bereits Vorgespräche mit der SFK dazu geführt. „Ich wollte Treckerreifen anbauen, das wollte die SFK nicht“, so Heinze. Auch er hält das aktuelle Modell für ungeeignet, obwohl es die SFK damals empfohlen habe. Für das Anlegen erhält die Gemeinde eine Gebühr, im laufenden Jahr voraussichtlich 3000 Euro.

 Bei der SFK hofft man auf eine schnelle Lösung des Problems: „Jedes weitere Anlaufen macht es nicht besser“, so Sprecherin Andrea Kobarg. Die Situation sei seit Herbst bekannt. Man habe der Gemeinde fachliche Unterstützung angeboten. Mönkeberg sei der fünfte Anleger dieses Typs, ein weiterer entstehe gerade in Schilksee. Im schlimmsten Fall könne die Brücke nicht mehr genutzt werden – eine Situation, die niemand will: Schließlich steht die Saison vor der Tür.

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