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Faltblatt führt in die Irre

Mönkeberg Faltblatt führt in die Irre

Mönkebergs Bürgermeister Jens Heinze ist stocksauer. Grund für seine Verärgerung ist ein Faltblatt der Agge Bau- und Immobilien GmbH aus Fockbek, das an alle Haushalte der Gemeinde verteilt wurde. „Es wird der Eindruck erweckt, als könnte auf dem Waldgrundstück am Strandweg doch eine Wohnbebauung erfolgen.“

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Für Unmut sorgt das Faltblatt der Fockbeker Agge Bau- und Immobilien GmbH. Mönkebergs Bürgermeister Jens Heinze ist „empört“.

Quelle: Christoph Kuhl

Mönkeberg. Die Beschlusslage ist einstimmig und eindeutig: Auf keinen Fall soll das einst als Schulwald aufgeforstete Grundstück an der Kieler Förde, das Agge Bau vor einigen Jahren von der Stadt Kiel gekauft hat, bebaut werden. Das haben die drei Fraktionen CDU, SPD und UWG in der Gemeindevertretung jetzt auf Nachfrage nochmals bekräftigt. Das Fockbeker Immobilienunternehmen hatte in der Vergangenheit schon mehrmals vergeblich versucht, die Gemeinde umzustimmen. Das Faltblatt ist nun ein erneuter Anlauf. Mit Wohnen am Jachthafen und einer Einzelhaus- und Mehrfamilienhausbebauung wird für das Entwicklungsprojekt „Luv und Lee“ geworben. „Wir möchten die Bevölkerung einfach darüber informieren, was in ihrer Gemeinde passiert oder eben nicht passiert“, so Geschäftsführer Siegfried Agge.

 „Wachrütteln“ möchte er die Kommunalpolitiker, ihnen aufzeigen, was an Entwicklung in Fördenähe möglich sei. Dass in Bildern auch die aktuelle Lage des Strandwegs gezeigt wird mit der maroden Uferschutzmauer und Siegfried Agge der Gemeinde bei der Sanierung „Hilfe anbietet“, verärgert Bürgermeister Heinze noch mehr. „Wir lassen uns doch nicht unter Druck setzen.“ Eine Ausweisung von Wohnbauflächen und die Sanierung von Bausubstanz an anderer Stelle dürfe ohnehin in keinem kausalen Zusammenhang stehen, so Heinze weiter. Mönkeberg habe zudem einen gemeindlichen Rahmenplan zur Strandentwicklung aufgestellt, in dem auch die Sanierung der Uferschutzmauer aufgenommen worden sei.

 Ähnlich empört über die Aktion von Agge Bau ist man in den Fraktionen der Gemeindevertretung. Es sei „sehr befremdlich und inakzeptabel“, dass der Investor zum wiederholten Mal versuche, die „demokratisch legitimierten Vertreter der Gemeinde zu brüskieren“, erklärte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der UWG, Claudia Zempel. Für Hildegard Mersmann (CDU) ist die Vorgehensweise „bemerkens- und bedenkenswert. Der Eigentümer und Investor suggeriert mit fiktiven Vorschlägen in seiner „Bürgerinfo“, dass es sich um die Meinung der Selbstverwaltung handeln würde. Das ist nicht in Ordnung.“

 Wie CDU und UWH steht auch die SPD zu dem 2012 einstimmig gefassten Beschluss, auf dem Waldgrundstück am Strandweg/Ernestinenweg keine Bebauung zuzulassen. „Wir haben uns klar positioniert und werden uns auch in Zukunft nicht unter Druck setzen lassen“, so Dietmar Katzer (SPD). Das Fockbeker Immobilienunternehmen habe laut Heinze schon vor dem Kauf gewusst, dass Mönkeberg keinerlei Interesse an einer Bebauung der Waldfläche habe. „Daran wird sich nach dieser Aktion auch nichts ändern.“

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