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Weiter Streit um Gastronomie

Strand in Mönkeberg: Weiter Streit um Gastronomie

Der geplante Gastronomie-Neubau am Strand von Mönkeberg wird von der Initiative für eine attraktive Strandgestaltung weiterhin scharf kritisiert. „Wir befürchten, dass es in Zukunft mit der Nachtruhe der angrenzenden Anwohner bei Veranstaltungen vorbei ist“, sagt ihr Sprecher Heinz-Günter Kabisch.

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Soviel steht fest: Der Bereich um das jetzige Kioskgebäude am Mönkeberger Strand wird sich mit dem geplanten Gastronomie-Neubau inklusive weiteren Stellplatzflächen gewaltig verändern.

Quelle: Christoph Kuhl

Mönkeberg. Kabusch spricht von einem „völlig überdimensionierten Lokal", das hier vorgesehen ist. Die Grundfläche des Gebäudes mit Außenterrasse werde sich im Vergleich zum jetzigen Kiosk etwa verzehnfachen, so Kabisch, der in der direkt angrenzenden Wohnanlage Förde-Residenz wohnt. „Viele Mönkeberger wissen noch gar nicht, dass ihr Strand im Bereich des Fähranlegers deutlich kleiner wird.“ Tatsache ist, dass – wie mehrfach berichtet – die Gemeinde im Zuge ihrer Strandrahmenplanung ihre Visitenkarte an der Kieler Förde touristisch aufwerten möchte. Der Gastronomie-Neubau anstelle des in die Jahre gekommenen Kiosks ist laut Bürgermeister Jens Heinze ein erster Schritt. In der Tat seien die Maße des vorgesehenen Neubaukomplexes entgegen der Ursprungsplanung noch einmal leicht angehoben worden. Heinze verwies auf die notwendige wirtschaftliche Tragfähigkeit eines solchen Gastronomieprojektes. „Wenn es allein nach den Wünschen des Investors gegangen wäre, würden wir von ganz anderen Dimensionen sprechen.“ Allerdings: Die Ende September beschlossene Erweiterung um jeweils 50 Quadratmeter auf nunmehr überbaubare 400 Quadratmeter Grundfläche und 200 Quadratmeter Terrasse sowie nunmehr 20 zusätzliche Pkw-Stellplätze war unter Mönkebergs Kommunalpolitikern nicht unumstritten. Während SPD und UWG vor allem unter Hinweis auf das vor einiger Zeit geschlossene China-Restaurant Handlungsbedarf sehen und für die Erweiterung stimmten, sagte die CDU dazu Nein. Aus ihrer Sicht müsste auch ein kleineres Gastronomieprojekt in dieser Lage wirtschaftlich tragbar sein.

 Bürgermeister Jens Heinze (SPD) spricht weiter von einer „Planung mit Augenmaß“, wie er sie bei einer Infoveranstaltung im März 2013 versprochen hatte, und sieht den geplanten Neubau als „Bereicherung unserer Uferzone“. Aktuell seien in den noch nicht abgeschlossenen Verhandlungen mit dem Investor bis zu 70 Sitzplätze im Innenbereich und weitere rund 70 auf der Terrasse im Gespräch. Heinz-Günter Kabisch betont ausdrücklich, dass auch die Initiative einen Gastronomieneubau befürworte. „Uns geht es aber um ein verträgliches Maß und insbesondere auch darum, von der Gemeinde endlich ernst genommen zu werden.“

 Er kündigte an, die vielen Einwände der Initiative zu der geänderten Planung in der bis Mitte Dezember laufenden öffentlichen Auslegung erneut vorzubringen. „Die künftige Verkehrsbelastung und der Lärm der Veranstaltungsgastronomie bei Musikevents werden bei den unmittelbar betroffenen Anwohnern gesundheitliche Schäden wegen fehlender Nachtruhe mit sich bringen“, so Kabischs Einschätzung. Bürgermeister Heinze hat zwar Verständnis für die Bedenken der Anwohner der Förde-Residenz und der Stubenrauchstraße. „Wir müssen aber die gesamte Gemeinde und die Interessen aller Mönkeberger im Blick haben und dann abwägen.“

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