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Mit „Freiheit nach Stockholm“

Mönkeberger ESC-Titel Mit „Freiheit nach Stockholm“

Nach dem Xavier-Naidoo-Rückpfiff steht aktuell nicht einmal der Modus fest, nach dem der nächste deutsche Vertreter für den Eurovision Song Contest (ESC) bestimmt werden soll. Doch die Vorauswahl läuft – und auch Norbert Zimmer (Mönkeberg) und Berit Lux (Heikendorf) haben sich beworben.

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Berit Lux und Norbert Zimmer setzen mit ihrer ESC-Bewerbung auf die Freiheits-Botschaft.

Quelle: Andrea Seliger

Mönkeberg. „Freiheit – ich lade dich ein“ heißt der Song, mit dem sie in Stockholm antreten wollen und der ihrer Meinung nach beides hat: eine Melodie, die ansprechend bleibt, und eine Botschaft, mit der sich das Publikum identifizieren kann. „Ich habe den Song schon vor den Attentaten in Paris geschrieben“, sagt Zimmer, doch angesichts der neuen Entwicklungen sei das Thema aktueller denn je. Der Text will dazu ermutigen, den persönlichen, eigenen Weg zu gehen und sich selbst zu vertrauen – das beinhalte natürlich, dass anderen ebenfalls diese Möglichkeit zugestanden wird. „Wenn ich mir Freiheit wünsche, kann das keine Einbahnstraße sein“, so Zimmer.

Der langjährige KN-Redakteur macht zwar schon sein Leben lang Musik – eigene Lieder und Arrangements entwickelt der 64-Jährige jedoch erst, seit er im Ruhestand ist und mehr Zeit dafür hat. Begeistert ist er von den heutigen Möglichkeiten, allein am Computer Sounds auszutüfteln. „Freiheit – ich lade dich ein“ war eigentlich für die erste eigene CD gedacht. Berit Lux hatte er angesprochen, weil ihm seine eigene Stimmlage für den Refrain nicht geeignet schien. Ihre Interpretation überzeugte ihn sofort.

Song trifft die Gefühle der Interpreten

„Es sind Aussagen, die mein Gefühl komplett treffen“, meint die 46-Jährige, hauptberuflich Kunsttherapeutin in einer psychiatrischen Einrichtung. Was ihr an dem Lied gefällt, ist die positive Ausstrahlung. Auch sie ist schon lange musikalisch aktiv: Sie nahm früh klassischen Gesangsunterricht und trat häufig in Kirchen auf. Später wünschte sie sich mehr „Action“ und landete für zehn Jahre bei der Country-Band Western Heartbeat. Inzwischen bildet sie gemeinsam mit dem Hamburger Gitarristen Andy von Minden das Duo Luxusappartment und singt gastweise auch für Blues- oder Rockprojekte. „Ich bin für experimentelle Sachen zu haben“, sagt Berit Lux. Und ein ESC-Auftritt – „wäre cool, wenn es klappt“.

Ihren Song haben sie beim NDR eingereicht, der demnächst eine Vorauswahl treffen will. „Wir sind beide gut geerdet“. sagt Zimmer über die Chance auf Erfolg – aber ein Versuch sei es wert. Vor allem, weil er von dem Song überzeugt ist. Notfalls würde er ihn auch einem anderen Interpreten für die Reise nach Stockholm zur Verfügung stellen, sagt er, wissend, dass bei dem Wettbewerb eher jüngere Leute gefragt sind. Auch wenn er eigentlich findet, dass dieses Thema von etwas älteren Menschen besonders glaubwürdig vermittelt werden könne.

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Musik von Norbert Zimmer
Foto: Mit der Musikproduktion am Computer geht Norbert Zimmer neue Wege - und ist glücklich dabei.

Der Mann hat eine Mission. Schon als Sozialpädagoge wollte Norbert Zimmer die Welt „ein bisschen besser“ machen. „Aktiv mitgestaltet“ hat er auch 26 Jahre lang als Lokalredakteur der Kieler Nachrichten. Jetzt bringt er seine Botschaften in Form von Musik an Mann und Frau: „Tu etwas, damit es dir besser geht“.

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