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Molenfest weit weg von der Mole

Stein Molenfest weit weg von der Mole

Mit Blick auf die Mole wird auf dem Deich in Stein das Molenfest gefeiert. Das war schon immer so. Doch am Freitag, 24. Juli, wird alles anders. Erstmals müssen die Veranstalter auf eine andere Fläche ausweichen, weil keine Heringe für die Zelte in den Deich dürfen. Das war schon immer so, sagt der Landesbetrieb Küstenschutz.

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Der Hering des Anstoßes: Peter Danker zeigt, was die Veranstalter des Molenfestes nicht mehr dürfen.

Quelle: Thomas Christiansen

Stein. Mit Wut im Bauch hält Peter Danker einen Hering über den Rasen. Den hätte der zweite Vorsitzende des TSV Stein gern in den Deichboden gesteckt, um damit eines der Zelte für das Molenfest am Freitag zu befestigen. „Wir wollen den Tourismus fördern, aber uns werden Steine in den Weg gelegt. Nur wegen ein paar Heringen. Das passt nicht“, schimpft er.

 „Die Zelte halten bei dem Wind nur mit Heringen“, sagt Eckhard Lamp, erster Vorsitzender des TSV und ehemaliger Bürgermeister. Es gehe doch nur um eine Veranstaltung im Jahr hier auf dem Deich, „es ist nicht zu verstehen“, klagt Bürgermeister Peter Dietrich. Ende März habe der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) angekündigt, dass das Molenfest nicht genehmigt werden könne, wenn der Deich dabei beschädigt werde. Hinweise, der Deich werde gar nicht beschädigt, seien nicht akzeptiert worden, bedauert Dieterich. „Wir haben lange überlegt, ob wir das Molenfest abblasen“, sagt Lamp. Doch dann wurde umgeplant, schließlich gebe es Gäste, die extra wegen des Molenfestes Urlaub in Stein buchen, betont Danker.

 Seit 2003 veranstalten der TSV Stein, der Fremdenverkehrsverein und die Feuerwehr gemeinsam das Molenfest. Seit 2005 sei ihnen angedroht worden, dass es keine Genehmigung mehr gibt, wenn die Zelte mit Heringen im Deich befestigt werden, sagt Wolfgang Jensen vom LKN. Es sei ohnehin neu und eine Ausnahme, dass der Deich überhaupt genutzt werden dürfe, aber „ich will keine Heringe im Deich haben“. Man habe seit Jahren Vorschläge gemacht, etwa die Zelte anders zu beschweren oder Flächen zu befestigen, doch „alle Gespräche sind im Sand verlaufen“, sagt Küstenschützer Jensen.

 Nun steigt das Fest am Freitag, 24. Juli, ab 17 Uhr mit DJ Nils Söhrens, das Kinderprogramm am Sonnabend, 25. Juli, ab 15 Uhr mit dem Shanty-Chor Luv+Lee sowie Clown Christjan Vogel und die Molenparty am Sonnabend ab 19 Uhr auf der Wiese an der Uferkoppel. Diese Fläche an der Steilküste ist zwar für Feste wie zuletzt das Strohballensingen gut geeignet, nur – die Mole ist weit weg. Aber zumindest das Feuerwerk, das schon am Freitag ab 23 Uhr auf dem Molenkopf gezündet wird, dürfte auch von dort gut sichtbar sein.

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Ein Artikel von
Thomas Christiansen
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