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Spätsommer brachte dem Wein Geschmack

Mühlenberg Grebin Spätsommer brachte dem Wein Geschmack

Trotz einer späten Rebblüte, weil der Sommer verzögert kam, hat die Reifemessung während der Weinlese auf dem Grebiner Mühlenberg wieder beste Ergebnisse gezeigt. Winzer Steffen James Montigny hatte dabei sogar im Oktober noch etwas gezockt.

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Voll zufrieden: Der Winzer Steffen James Montigny begutachtet vor der Lese die Weintrauben, die bis Sonnabend an den Reben auf dem Grebiner Mühlenberg ausreifen konnten.

Quelle: Dirk Schneider

Grebin. Ein kalter Frühling, Bodenfröste im Juni – „Der Sommer ließ dieses Jahr auf sich warten. Die Rebblüte war erst im Juli, also etwa vierzehn Tage später als 2014“, erklärte Winzer Steffen James Montigny im Rahmen der Weinlese auf dem Grebiner Mühlenberg. Trotz des Verzugs freue er sich auf einen aromatischen fruchtbetonten Wein. „Spätsommer und Frühherbst spielten uns in die Karten, sodass wir die Trauben bei bester Gesundheit länger am Stock lassen und damit den Rückstand in der Entwicklung nicht nur aufholen, sondern die Qualität sogar noch etwas ausbauen konnten.“

Goldener Oktober bedeutet mehr Aroma

So zeige die Reifemessung bei den weißen Beeren der Sorte Solaris mit einem Zuckergehalt und Mostgewicht von 84 Grad Öchsle ein gutes Ergebnis. „Wir haben mit Blick auf den goldenen Oktober und gute Wettervorhersagen etwas gepokert und die Trauben über das normale Maß von 100 Tagen nach der Blüte noch eineinhalb Wochen länger reifen lassen“, verriet Montigny. Und jeder einzelne Sonnentag bedeute mehr Aroma und Geschmack.

Diese Qualität wurde dem Grebiner Weißwein, der wie das rote Pendant unter dem Namen „so mookt wi dat“ abgefüllt wird, schon mehrfach vom staatlichen Weinbauinstitut Freiburg ausgezeichnet. „Der 2014er Cuvée belegte bei der Verkostung sogar den zweiten Platz. Darauf sind wir auch ein bisschen stolz“, stellte der erfahrene Weinmacher fest. Denn in dem Rebensaft stecke auch viel Herzblut. „Alle Trauben werden sorgfältig von Hand gelesen. So können sie vollkommen unbeschädigt abgeerntet und beschädigte Trauben gleich aussortiert werden.“

Auch mit dem Ertrag, der sich voraussichtlich mit jeweils 3000 Litern Weiß- und Rotwein auf dem Niveau des Vorjahres einpendeln werde, sei er sehr zufrieden. Sein Hauptweingut mit einer Anbaufläche von rund 30 Hektar und einem Jahresertrag von rund 200000 Litern Wein betreibt Montigny in Bretzenheim an der Nahe. Die Anbaufläche auf Hof Altmühlen in der Gemeinde Grebin erstreckt sich über insgesamt zwei Hektar. Angebaut werden die Rebsorten Solaris und Felicia (weiß) sowie Regent und Reberger (rot).

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