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Saisonstart in der Infohütte

Nabu Preetz-Probstei Saisonstart in der Infohütte

Die Premiere im vergangenen Jahr war ein voller Erfolg: Damals hatte der Naturschutzbund (Nabu) Preetz-Probstei die Öffnung seines Informationszentrums in Preetz vom 1. Mai auf Anfang April vorgezogen – und weit über 500 Besucher nutzten das Angebot im ersten Monat. Auch am Osterwochenende strömten schon in der ersten Stunde zahlreiche Neugierige in die Holzhütte am Strandbad Lanker See.

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Neugieriger Blick durchs Spektiv: Ute Sandersen (von rechts) sowie Claus-Dirks und Helga Peters betrachten den Seeadlerhorst in zweieinhalb Kilometern Entfernung.

Quelle: Silke Rönnau

Preetz.  „Wir haben drei Fernsehprogramme“, sagt Harald Christiansen und schmunzelt. Der Nabu-Vorsitzende weist auf einen Bildschirm und schaltet zweimal um. Zu sehen ist das Innenleben von Nistkästen, die rund um die Uhr von Kameras überwacht werden. Hier kann man den Vögeln beim Brüten und später beim Füttern des Nachwuchses zusehen. Bisher tut sich allerdings noch nichts. „Es ist noch zu früh“, erklärt Christiansen. „Vielleicht kommen die ersten in einer Woche, wenn das Wetter mitspielt.“

 Der mit der Kamera überwachte Nistkasten direkt hinter der Nabu-Hütte konnte gerade noch gerettet werden. Denn die vor drei Jahren bei dem Feuer des Strandbad-Kiosks beschädigte Eiche sollte eigentlich gefällt werden. Der Nabu musste die Kosten von 350 Euro für die Baumpflegearbeiten inklusive Hebebühnen-Einsatz aus eigener Tasche zahlen.

 An den Wänden hängen Informationstafeln über die Naturschutzgebiete, den gefährdeten Schilf-Lebensraum, das vielfältige Leben auf Wiesen und Weiden. Eine Diaschau zeigt heimische Schmetterlinge und Libellen, daneben ertönen per Knopfdruck Vogelstimmen. Ein präparierter Habicht hat von seinem Platz an der Wand alles im Blick. „Er ist der Vogel des Jahres“, erklärt Gerhard Depner vom Nabu, „deshalb zeigen wir in diesem Jahr eine Greifvogel-Ausstellung.“ Dazu gehören unter anderem Sperber – „der oft mit dem Habicht verwechselt wird, aber viel kleiner ist“ –, Turmfalke, Rohrweihe, Mäusebussard und Waldohreule. Unter Aufsicht dürfen Kinder die Tiere auch anfassen. Beschriftungen fehlen mit Absicht. „Wir wollen mit den Besuchern ins Gespräch kommen“, sagt Christiansen.

 Draußen vor der Tür drängt sich eine Gruppe von Spaziergängern um ein Spektiv, das auf den Seeadlerhorst in zweieinhalb Kilometern Entfernung gerichtet ist. „Ich kann den Kopf sehen“, ruft Ute Sandersen. „Der Blick durchs Fernglas ist ein ganz besonderer Anziehungspunkt“, betont Christiansen: „20 Seeadlerhorste gibt es im Kreis – das ist eine Erfolgsgeschichte.“ Nicht so gut sehe es bei den Störchen aus: Nur drei Nester seien im vergangenen Jahr bewohnt gewesen.

 Der Nabu freut sich über die finanzielle Unterstützung von Bingo-Lotto Schleswig-Holstein, „ohne die das alles gar nicht möglich wäre“, so Christiansen. Viel werde auch in Eigenleistung erstellt, wie beispielsweise der Kasten mit den Vogelstimmen. Der Vorsitzende hat auch eine Erklärung dafür, dass gleich am ersten Wochenende so viele Besucher kamen: „Nach dem Winter haben die Menschen ein Bedürfnis nach Natur und nach Informationen.“

 Öffnungszeiten des Nabu-Informationszentrums am Castöhlenweg: mittwochs, sonnabends und sonntags von 15 bis17 Uhr. Sondertermine sowie Führungen für Kindergärten und Schulklassen können mit Reinhard Depner, Tel. 04342/5997, vereinbart werden.

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Ein Artikel von
Silke Rönnau
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