2 ° / -2 ° wolkig

Navigation:
Neue Leiterin ist alte Bekannte

Osterberg-Institut Neue Leiterin ist alte Bekannte

Wenn jemand zehn Jahre nach dem absolvierten Anerkennungsjahr zurückkehrt und dazu noch die Leitung der Einrichtung übernimmt, dann muss wohl auf beiden Seiten eine Wertschätzung vorhanden sein. So geschehen im Fall von Andrea Strämke am Osterberg-Institut in Niederkleveez (Gemeinde Bösdorf).

Voriger Artikel
Schüler sammelten 25 Kilogramm Müll
Nächster Artikel
Neuer Schwung für den Golfclub

Andrea Strämke ist die neue Leiterin des Osterberg-Instituts in Niederkleveez.

Quelle: Ralph Böttcher

Bösdorf. Die 42-jährige Kielerin hatte dort 2005 Familienseminare gegeben. Seit einigen Wochen leitet sie neben Jürgen Meereis die renommierte Einrichtung der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie. Die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte „war überhaupt nicht mein Plan“, sagt die neue Chefin. Sie hatte von 2006 bis 2013 zunächst beim DRK-Landesverband in Kiel in der Kinder- und Jugendhilfe gearbeitet und anschließend bis 2015 die Geschäfte der LAG Freie Wohlfahrtsverbände geführt. In dieser Zeit schrieb sie ihre Masterarbeit in sozialer Arbeit. Als im Januar 2016 Katarina Weiher die Leitung des Osterberg-Instituts abgab, erinnerte man sich in der Stiftung offenbar an Andrea Strämke.

 Für die verheiratete Mutter einer achtjährigen Tochter ist die neue Stelle eine besondere Herausforderung, sozusagen „ein Modell für weibliche Führungspositionen mit Familie“. Als Pendlerin zwischen ihrem Wohnort Kiel, wo auch die Tochter zur Schule geht, und ihrer Arbeitsstätte bei Plön hat sie bereits selber erfahren, dass Beruf und Familie nicht immer gleich zusammenpassen: Die Anfangsphase als Institutsleiterin konnte sie zunächst nur in Teilzeit wahrnehmen – seit 1. März arbeitet sie nun in Vollzeit, das Kind geht nach der Schule in den Hort.

 Eines ihrer wichtigsten Ziele sei es, „Eltern zu ermutigen, sich Zeit für ihre Kinder zu nehmen“, sagt Andrea Strämke. Dafür möchte sie Kooperationen und Vernetzungen mit Fach- und Berufsschulen sowie der Wirtschaft auf den Weg bringen. Neue, jüngere Zielgruppen („die 20- bis 30-Jährigen“) will sie mit den Angeboten des Instituts ansprechen. Und sie träumt von einem „Osterberg-Treffpunkt für die Region“, einer Anlaufstelle auch für die Menschen aus der näheren Umgebung, wie es früher einmal der Bücherladen auf dem Gelände am Dieksee war.

 Die rund 300 Seminare des Osterberg-Instituts werden jedes Jahr von etwa 4800 Teilnehmern besucht. Sie wohnen in 38 Gästezimmern mit 62 Betten.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Ralph Böttcher
Ressortleiter Ostholsteiner Zeitung

Mehr aus Nachrichten aus Plön 2/3