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Neue Polizeistation

Wankendorf Neue Polizeistation

Zeiten, in denen eher über die Schließung von Polizeistationen berichtet wird, ist die Wiedereröffnung Dienststelle, die von Schließung bedroht war, die Ausnahme. Und die wurde gestern in Wankendorf gefeiert, wo fünf Beamte in ihrer Wache nach dem Umbau statt 70 nun 140 Quadratmeter Platz haben.

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Polizeidirektor Frank Matthiesen (von links) übergibt den symbolischen Schlüssel. Vermieter Dieter Kopplin hat das Bild für die neue Wache mitgebracht. Neben ihm Jörg Hoeft, Leiter der Polizeistation in Wankendorf, und Michael Martins, Leiter Polizeirevier Plön.

Quelle: Peter Thoms

Wankendorf. Der Weg dahin war steinig: Dem Entsetzen über die Pläne, dass sich die Polizei aus Wankendorf verabschieden könnte, folgte ein Kampf um die Station mit sehr viel Überzeugungsarbeit. Als schließlich feststand, dass die Wankendorfer Wache bleibt, begannen Anstrengungen ganz anderer Art: Als provisorisches Polizeirevier während der Umbauarbeiten diente in den Sommermonaten nämlich ein 8,6 Tonnen schwerer Lkw der Landespolizei, der sonst bei Großveranstaltungen wie der Kieler Woche oder dem Preetzer Schusterfest eingesetzt wird. Dienstellenleiter Jörg Hoeft ist ganz froh, dass er während der sechs Wochen Provisorium vier Wochen Urlaub hatte, denn bei seinen Kollegen Wolfgang Hohaus, Uwe Schneider, Bernt Wirtz und Andreas Boyens floss der Schweiß in Strömen: „Morgens hatten wir acht, nachmittags 38 Grad – trotz Klimanlage“, so Hohaus.

In der neuen, alten Wache ist Hohaus der neue fünfte Mann: Er versah bislang seinen Dienst in der jetzt geschlossenen Kirchbarkauer Station. Ein Beamter mehr, aber auch ein wenig mehr zu „beackern“: Das Einsatzgebiet der Dienststelle Wankendorf ist um den Bereich Bönebüttel sowie um die Gemeinde Kalübbe gewachsen.

Die Wankendorfer Bürgermeisterin Silke Roßmann ist erleichtert, dass „die Station nicht nur bleibt, sondern sogar aufgewertet wurde“, und auch der Vorsteher des Amtes Wankendorf/Bokhorst, Jörg Engelmann, zieht ein positives Fazit: „Der Blick auf die Karte mit der Riesenfläche und dem einsamen Zentralort war ein überzeugendes Argument im Kampf um den Erhalt der Station.“ Der stellvertretende Leiter der Polizeidirektion Kiel, Polizeidirektor Frank Matthiesen, gab ihm während einer kleinen Feierstunde recht: „Polizeigeografisch macht Wankendorf Sinn.“ Für seine Behörde ist das jedoch nur ein kleiner Etappensieg, denn als nächstes müssen die Polizeistationen in Preetz und Schönkirchen renoviert und modernisiert werden, kündigte Matthiesen an.

Auch Vermieter Dieter Kopplin aus Schönberg war die Erleichterung darüber anzumerken, dass die ursprünglichen Pläne der Polizei noch einmal überarbeitet wurden, „und dass sie sogar mehr Platz brauchten“. Den habe er schnell zur Verfügung stellen können, denn die Fahrschule in den Räumen neben der Polizeiwache habe einem Umzug schnell zugestimmt.

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Ein Artikel von
Peter Thoms
Redaktion Ostholsteiner Zeitung/stellv. Ressortleiter

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