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Umweltschutzgedanke hat hohe Priorität

Neuer AZV-Geschäftsführer Umweltschutzgedanke hat hohe Priorität

Eine saubere Umwelt bedeutet Lebensqualität. Auch für den neuen Geschäftsführer des Abwasserzweckverbands (AZV) Ostufer Kieler Förde in Schönkirchen: Frank Günther-Schäkel (49) aus Flintbek möchte den Verband daher für die Zukunft rüsten.

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Frank Günther-Schäkel (49) ist der neue Geschäftsführer vom Abwasserzweckverband Ostufer Kieler Förde. Die Kanalnetzsanierung wird den Wasserwirtschaftler in den kommenden Jahren sehr beschäftigen.

Quelle: Nadine Schättler

Schönkirchen. Es gibt viel zu tun in den acht Gemeinden, die sich dem Zweckverband zur Behandlung ihres Schmutz- und Regenwassers angeschlossen haben. „Die Bauzinsen sind niedrig, dass da viel gemacht wird, war mir schon bewusst“, sagt Frank Günther-Schäkel angesichts der Fülle von Aufgaben, die auf ihn warten. Große Neubaugebiete wie am Poggenbarg in Heikendorf, Lückenbebauung und veränderte Bauweisen sorgen in vielen Gemeinden für Wachstum: Der Umfang versiegelter Flächen nimmt zu, Leitungskapazitäten und Netze sind hingegen begrenzt. „Meine Aufgabe wird es sein, für die Kanalnetzsanierung eine Strategie zu erarbeiten, mit der wir mit den vorhandenen Ressourcen zum Ziel kommen, und die Probleme wirtschaftlich abarbeiten können“, so Günther-Schäkel.

Die Überlastung im Unterdorf in Laboe wird eines der großen Themen sein, die er anpackt. Dort könnte eine Barriere im Oberdorf dafür sorgen, dass ein Großteil des Regenwassers zukünftig über den Steiner Weg in die Ostsee eingeleitet wird. „Das ist ein Riesenprojekt, aber notwendig, um Laboe weiterentwickeln zu können.“ Zudem betreut der neue Geschäftsführer die Fortführung des Fördedükers, eines der größten Projekte seit Bestehen des AZV. Sobald die Pumpstation in Möltenort fertiggestellt ist, soll die Druckrohrleitung auf dem Westufer der Förde auf einer Länge von vier Kilometern bis Pries neu gebaut werden. Zudem wird in allen 33 Pumpstationen des AZV eine neue Fernwirktechnik eingebaut. Und: Regelmäßig prüft der Verband Haupt- und neuerdings auch Anschlusskanäle mittels flächendeckender Filmungen, um einen Sanierungsrückstau zu vermeiden und Schäden zu reparieren. „Lässt man es schleifen, hat man Investitionen, die auch einen Verband überfordern“, sagt der Wasserwirtschaftler.

Der Umweltschutzgedanke hat für den jungen Familienvater hohe Priorität: „Wenn man das Thema der Bewirtschaftung unterschätzt, landet das Wasser ungeklärt in der Umwelt, und das beeinflusst unsere Lebensqualität.“ Der Wahl-Flintbeker schwärmt von der „hochwertigen Gewässersituation“ in der Kieler Förde. Ein Erfolg, der der gezielten Vernetzung mit dem Klärwerk in Bülk zu verdanken sei. Um den AZV für die Zukunft zu rüsten, ist die Kanalnetzsanierung eines der Schwerpunkte des neuen Geschäftsführers. Auch um den Bürger vor Schäden wie etwa vollgelaufene Keller zu schützen. „Wir nehmen die Situation ziemlich ernst. Wir sind schließlich ein Service-Unternehmen. Der Bürger hat uns beauftragt, dass wir das machen. Dafür zahlt er auch seine Gebühren.“ Wie sich die bevorstehenden Maßnahmen auf die Gebühren auswirken werden, sei jedoch nicht abschätzbar, so Günther-Schäkel. Verbandsvorsteherin Heike Mews geht davon aus, dass eine Erhöhung für das kommende Jahr nicht ansteht.

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Nadine Schättler

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