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Neuer Anlauf für Tempo 70

Dersau Neuer Anlauf für Tempo 70

Nachdem am Wochenende eine Motorradfahrerin auf der L68 zwischen Dersau und Stocksee in Höhe des ASV-Sportgeländes mit einem vom Sportplatz ausfahrenden Pkw kollidiert war, bekräftigten Dersaus Bürgermeister Holger Beiroth und ASV-Vorsitzender Heiko Noack die Forderung nach Tempo 70.

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„Wenn man hier im Auto sitzt und vom Sportplatz auf die L68 fahren möchte, ist die Sicht nach beiden Seiten auf den herannahenden Verkehr erheblich eingeschränkt“, stellt Dersaus Bürgermeister Holger Beiroth fest.

Quelle: Anne Gothsch

Dersau. Die Gemeinde und der Allgemeine Sportverein (ASV) bemühen sich schon seit mindestens zehn Jahren darum, das Unfallrisiko an dieser neuralgischen Stelle etwas zu entschärfen, berichtete der Vereinsvorsitzende. „Ich bin mir ziemlich sicher, dass der aktuelle Unfall bei Tempo 70 vermeidbar gewesen oder zumindest glimpflicher ausgegangen wäre“, meinte Noack. Die Motorradfahrerin musste per Rettungshubschrauber in eine Klinik transportiert werden musste.

 In seinem Pkw machte sich der Bürgermeister inzwischen selbst erneut ein Bild von der Situation an der Sportplatzausfahrt. „Wenn man hier steht und auf die Landesstraße auffahren will, kann man die aus Richtung Dersau kommenden Fahrzeuge erst sehen, wenn sie aus der Kurve kommen. Haben diese dann die erlaubten 100 Stundenkilometer auf dem Tacho, kann schnell ein Unfall passieren. Auch die Sicht auf die aus Richtung Stocksee heranrauschenden Fahrzeuge ist eingeschränkt“, stellt Beiroth fest.

 Doch bei dem bisher letzten Ortstermin im zurückliegenden Jahr hätten die für Verkehrsangelegenheiten zuständigen Vertreter des Kreis-Ordnungsamtes keine Veranlassung gesehen, die vorgeschriebene Geschwindigkeit an dieser Stelle zu reduzieren, berichtete er. Der Sportvereinsvorsitzende hat dafür kein Verständnis. „An allen Schulen, Kitas und anderen von Kindern genutzten Einrichtungen wird der Verkehr beruhigt. Wir haben immer Sorge, dass mal ein Ball auf die Straße fliegt und ein Kind im Eifer des Spiels einfach hinterherrennt.“ Zwar würden alle Übungsleiter immer wieder mit Nachdruck auf die Gefahr hinweisen, aber ausschließen könne man so etwas nicht.

 Der Pressesprecher der Kreisverwaltung, Hendrik Schwinghammer, bestätigte, dass das Amt Großer Plöner See im Jahr 2009 eine Temporeduzierung an besagter Stelle beantragt habe. Dazu heißt es: „Da sich die Straße zu diesem Zeitpunkt in einem verkehrssicheren Zustand befand und auch die Sicht nach allen Seiten hin nicht zu beanstanden war, wurde dem Antrag nicht gefolgt.“ Vor der Entscheidung habe eine Verkehrsschau stattgefunden, an der auch die Polizei und der Straßenbauträger beteiligt waren. 2015 sei die Verkehrsaufsicht des Kreises zu dem Ergebnis gekommen, dass sich an dieser Situation nichts geändert hat, so der Sprecher. „Den aktuellen Vorfall nimmt die Verkehrsaufsicht zum Anlass, in Kürze eine erneute Verkehrsschau durchzuführen. Das Ergebnis bleibt abzuwarten.“

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