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Neuer Betreuer für die Ausbildung

Kreis Plön Neuer Betreuer für die Ausbildung

Wenn die Ausbildung ins Wackeln gerät, sogar ein Abbruch droht, dann kommt im Kreis Plön Mario Adrian (52) ins Spiel. Er ist Ausbildungsbetreuer und kümmert sich seit dem Sommer um Jugendliche, die Probleme in der Lehre haben. Und die Fälle werden immer schwerer.

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Ausbildungsbetreuer Mario Adrian kümmert sich von Lütjenburg aus im ganzen Kreis Plön um junge Menschen, die Probleme während der Lehrzeit haben.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Lütjenburg. Ausbildungsbetreuung ist ein Landesprogramm, das schon seit 1995 läuft. Die JobB GmbH mit Sitz in Oldenburg war unter dem Dach des Jugendaufbauwerks auch für den Kreis Plön zuständig. Mit Adrian kümmert sich nun erstmals jemand, der in Lütjenburg sein Büro hat, um das Kreisgebiet.

 Die Betreuung ist wichtiger denn je. Heute beginnen auch Jungen und Mädchen eine reguläre Ausbildung, die vor drei oder vier Jahren keine Chance auf dem Arbeitsmarkt gehabt hätten. Dann kann es in der Lehrzeit zu Problemen kommen. Viele sind zu schüchtern und unsicher, um sich Hilfe zu holen.

 Eine junge Frau, die leidenschaftlich gern Konditorin werden möchte, wird von ihrem Lehrbetrieb in der Probezeit entlassen. Adrian fragt nun bei anderen Firmen nach, ob noch ein Platz frei ist. Aber für einen Neubeginn in einer anderen Konditorei ist es zu spät. Nun entwirft er mit ihr gemeinsam Bewerbungsunterlagen fürs nächste Jahr. Ihr Problem: „Sie muss sich besser vermarkten.“

 In einem anderen Fall fällt ein junger Maurer nach einem Jahr auf, weil er die Berufsschule schwänzt. Die Kündigung droht. In vielen persönlichen Gesprächen findet Adrian heraus, dass der Jugendliche dem Unterrichtsstoff problemlos folgen könnte, doch Haschischkonsum in der Freizeit lähmt seinen Antrieb. Sein Ausbildungsbetreuer kümmert sich um Termine bei der Drogenberatungsstelle.

 Zum Betreuer finden entweder die Auszubildenden oder der Chef. „Es rufen aber auch Oma und Opa an und machen auf Probleme ihres Enkels aufmerksam.“ Die Beratung, die sich über Monate erstrecken kann, ist kostenlos. Der Betreuer arbeitet wie ein persönlicher Coach. Von Lütjenburg aus fährt Adrian auch zu den Betroffenen und Firmen. Ein Vorteil für sie, wenn sie in bekannter Atmosphäre und nicht in einem fremden Büro über ihre Probleme sprechen können.

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Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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