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Kommt ein Deckel geflogen

Neuer Faulturm Kommt ein Deckel geflogen

Jetzt ist der Deckel drauf. Ein großer Spezialkran setzte das letzte Teilstück auf den neuen Faulturm in Schönberg. Die Investition von insgesamt rund 1,2 Millionen Euro sorgt dafür, dass das Klärwerk künftig deutlich mehr Biogas produzieren kann und weniger Strom zukaufen muss.

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Das letzte Stück fehlte noch: Der Deckel für den neuen Faulturm in Schönberg.

Quelle: Thomas Christiansen

Schönberg. Rund 6,5 Tonnen schwer ist der Deckel, der direkt am Klärwerk in Schönberg aus Einzelteilen zusammengebaut worden war. Innerhalb weniger Minuten hob der Kran das Stück auf den Faulturm – dann begann darin die Feinarbeit zur Montage. Bürgermeister Dirk Osbahr verfolgte das Schauspiel vom Dach des benachbarten Gebäudes aus.

 „Das ist der krönende Abschluss“, meinte Jörg Matthies, Leiter des Ortsentwässerungsbetriebes, nachdem er zunächst bei der Montage im Faulturm selbst mit angepackt hatte. „Wir können jetzt deutlich mehr Biogas produzieren“, erklärte Matthies. Noch vor einigen Jahren musste der Betrieb rund 900 000 Kilowattstunden einkaufen, seit dem Einsatz einer Turbine sind es nur noch etwa 400 000. „Das möchte ich natürlich noch weiter reduzieren“, sagte Matthies.

 Die im Jahr 2011 angeschaffte Turbine, die Klärschlamm in Strom und Fernwärme umwandeln kann, ist noch längst nicht ausgelastet. Der aus dem Jahr 1976 stammende alte Faulturm konnte nur 420 Kubikmeter fassen, der neue hat jetzt Platz für die doppelte Menge Klärschlamm. Ursprünglich sollte der neue Faulturm auf dem alten Fundament aufgebaut werden. Der Untergrund war dafür aber nach dem Ergebnis der Bodenuntersuchungen nicht ausreichend tragfähig. Stattdessen gab es dann an einem neuem Standort auf dem Klärwerksgelände im November 2015 eine Pfahlgründung. Der neue Faulturm soll zum Beginn der Saison 2016 in Betrieb gehen. Sobald er problemlos läuft, soll dann der alte Turm abgerissen werden.

 Bereits von außen fertig ist auch das neue Betriebsgebäude. Der Innenausbau ist für das Jahr 2016 geplant.

 „Ich bin sehr froh, dass wir die Gesamtkosten von rund 1,2 Millionen Euro über drei Wirtschaftspläne des Ortsentwässerungsbetriebes strecken konnten“, erklärte Matthies. Anderenfalls hätten die Abwassergebühren für die Bürger wohl erhöht werden müssen. So wird es aber trotz der großen Investition für den Faulturm auch für 2015/2016 Stabilität bei den Abwassergebühren geben, sagte Matthies.

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Ein Artikel von
Thomas Christiansen
Ostholsteiner Zeitung

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