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Neuer Pendelzug nach Kiel

Preetz Neuer Pendelzug nach Kiel

Ein Mix aus schnellen und langsamen Zügen soll auf der Bahnstrecke Kiel-Lübeck für ein besseres Angebot sorgen. Verkehrsminister Reinhard Meyer kündigte zudem eine zusätzliche Regionalbahn zwischen Preetz und Kiel an. Das Konzept sorgt in Preetz für begeisterte Reaktionen.

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Hält zukünftig neben den beiden bestehenden Verbindungen noch ein zusätzlicher Pendelzug nach Kiel in Preetz?

Quelle: Silke Rönnau

Preetz. Die Vorgeschichte ist lang: Als vor drei Jahren die Pläne bekannt wurden, für eine schnellere Verbindung zwischen Kiel und Lübeck einige Zwischenstopps zu streichen, formierte sich Widerstand in den betroffenen Kommunen im Kreis Plön. In mehreren Resolutionen wurde gegen die Abkopplung von der schnellen Zugverbindung protestiert. Das Land hat inzwischen seine Pläne, die Fahrtzeit zwischen den beiden größten Städten im Land mit Millionenkosten unter eine Stunde zu drücken, deutlich korrigiert.

 Als ein Beispiel für eine Angebotsverbesserung auf bestehenden Strecken nannte der Minister den heutigen stündlichen Regionalexpress zwischen Kiel und Lübeck, der künftig durch eine noch schnellere Regionalbahn ergänzt werden soll. Die Regionalbahn soll fast 15 Minuten pro Richtung beschleunigt werden, womit der 30-Minuten-Takt fast exakt eingehalten wird. Im besonders stark nachgefragten Abschnitt zwischen Kiel und Preetz werde zudem eine zusätzliche stündliche Regionalbahn eingeführt, die einige neue Haltepunkte bedienen könne, so Meyer. Nach diesem Konzept von Nah.SH können die Zugkreuzungen in Preetz, Plön und Eutin bestehen bleiben und so eine optimale Bahn-Bus-Verknüpfung gewährleisten.

 Schwentinental verliert nach diesem Konzept zwar eine stündliche Direktverbindung von Raisdorf nach Lübeck (eine Umsteigeverbindung mit identischen Fahrzeiten ist weiterhin möglich), erhält dafür aber bessere Anschlüsse in Kiel nach Hamburg und einen möglichen zusätzlichen Halt im Ostseepark. In Preetz halten weiterhin alle Züge, nach Kiel gibt es stündlich sogar drei Verbindungen. Ascheberg kann sich über eine schnellere Fahrt nach Kiel freuen (Ersparnis von 13 Minuten), hat aber keinen 30-Minuten-Takt. In Plön gibt es weiterhin eine halbstündliche Zugkreuzung, die Regionalbahn nach Kiel wird nördlich von Preetz deutlich schneller, der Regionalexpress dafür aber nicht so schnell wie im Ursprungskonzept. Das Gleiche gilt für Malente und Eutin.

 „Das ist ein Riesenerfolg für die Kreise Plön und Ostholstein“, freute sich der Preetzer Stadtvertreter Henning von Schöning (Grüne) in einer Pressemitteilung. Die Grünen und die SPD in Preetz hätten sich für dieses Fahrplan-Modell stark gemacht. „Der jetzt kommende Pendelzug ermöglicht weitere Haltepunkte in Preetz-Süd, Preetz-Nord und Raisdorf-Gewerbegebiet“, so von Schöning. „Dadurch wird die Bahn den Menschen näher kommen.“ Auf Antrag der SPD seien vorausschauend Planungsmittel für die neuen Haltepunkte in den städtischen Haushalt eingestellt worden.

 „Es war gut, dass Bürgermeister Björn Demmin und die Preetzer Kommunalpolitiker einmütig die Interessen der Stadt gegenüber dem Land vertreten haben“, erklärte Kristian Klinck (SPD). Der zweite Haltepunkt könne eine Chance für Preetz sein. „Die Stadt sollte nun zeitnah prüfen, wo genau dieser eingerichtet werden kann, und in die Planung einsteigen.“

 Die Stadt müsse für die Infrastruktur eines neuen Haltepunktes wie beispielsweise Zuwegung und Parkplätze nicht unerhebliche Kosten tragen, meinte Bürgermeister Demmin. Trotzdem freue er sich über das neue Konzept, das mindestens den gut funktionierenden Status Quo erhalte. „Es hat sich ausgezahlt, dass sich die Städte und Gemeinden im Kreis Plön vehement dafür eingesetzt haben.“

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Silke Rönnau
Ostholsteiner Zeitung

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