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Neuer Schwung für den Golfclub

Gut Waldshagen Neuer Schwung für den Golfclub

Auf dem Golfplatz in Waldshagen können sich die Vereinsmitglieder wieder auf das konzentrieren, was sie am liebsten tun: Golf spielen. Der „Golfclub Holsteinische Schweiz“ wird zum Jahresende nicht vor die Tür gesetzt, muss aber Ende Mai einem neuen Nutzungsvertrag mit deutlich verkürzter Laufzeit zustimmen.

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Auf der Golfanlage Gut Waldshagen sind die Mitglieder des Golfclubs Holsteinische Schweiz auch in Zukunft willkommen.

Quelle: Dirk Schneider

Bösdorf. Ausgangssituation war die Tatsache, dass die Eigentümerfamilie Siemen und der Geschäftsführer der Golfanlage Gut & Golf, Sven Timm, den Nutzungsvertrag mit dem Golfclub komplett kündigen und mit jedem Golfspieler individuelle Verträge abschließen wollten. So sollte der Streit um Mitgliedsbeiträge beendet werden.

 Dieser rigorose Schnitt ist nach zwei Mediations-Terminen und einer neuen Beitragsordnung vom Tisch, wie Präsident und Vizepräsident des Vereins, Oliver Sprick und Heiko Boness, in der Mitgliederversammlung mitteilten. Der neue Vertrag trage der wirtschaftlichen Verantwortung der Betreiber-GmbH „Gut & Golf“ Rechnung und räume ihr mehr Rechte ein. Der Verein kümmere sich in Zukunft nur um sportliche Belange, gesellige Veranstaltungen und die Jugendarbeit. Er habe keine eigenen Rechte mehr auf der Anlage. Mitglied im Deutschen Golfverband sei statt des Vereins nur noch Gut & Golf. Die regelmäßigen Nutzer der Golfanlage zahlen ihren Jahresbeitrag direkt an die Eigentümer des Platzes und werden zusätzlich automatisch Mitglied des Vereins. Dafür ist eine Gebühr von etwa 50 Euro pro Jahr im Gespräch, sodass die Golfspieler mit moderaten Erhöhungen ihrer Beiträge rechnen müssen.

 „Wir haben uns zusammengerauft, aber die Bedingungen muss nun einmal der diktieren, der das Geld in die Anlage gesteckt hat – und immer noch steckt. Jahr für Jahr machen wir eine nahezu sechsstellige Summe Verlust“, so Sven Timm. Er hofft, die Verluste mit einer rein betreibergeführten Anlage reduzieren zu können. Das Spielrecht gehe vom Verein auf die GmbH über, aber der Verein existiere weiter. Damit sei eine Grundvoraussetzung erfüllt, auf die der Mediator, ein Rechtsanwalt aus Altenholz, bestanden hatte – der Erhalt des Clubs. Timm zu dem klaren Bekenntnis für den Verein: „Wir schätzen das Ehrenamt.“

 Timm trat in diesem Zusammenhang Gerüchten, dass Gut & Golf GmbH den Verein loswerden wolle, um Windkraft- und Fotovoltaikanlagen zu errichten oder Kies abzubauen, entschieden entgegen: „Glauben Sie, dass wir sonst so viel investiert hätten? Ich gebe Ihnen mein Wort, dass auf diesem Gelände auch in Zukunft Golf gespielt wird!“ Er kündigte den zusätzlichen Bau einer „Spaßanlage“ an, um weniger ambitionierte Golfer und Familien auf den Platz zu locken und für mehr Leben auf der Anlage zu sorgen. Erste Sparmaßnahme der neuen Führung, wenn der Verein Ende Mai der neuen Satzung zustimmen sollte: Reservierte Startzeiten wird es in Waldshagen in Zukunft nicht mehr geben. Die Nutzungsgebühr für das Computerprogramm betrage pro Jahr rund 2000 Euro – „das Geld investieren wir lieber zusätzlich in die Anlage“.

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Ein Artikel von
Peter Thoms
Redaktion Ostholsteiner Zeitung/stellv. Ressortleiter

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