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Neuer Standort für "Kubus Balance"

Plöner Skulptur in Kiel Neuer Standort für "Kubus Balance"

Nach 13 Jahren in der Versenkung kommt die Plastik „Kubus Balance“, die von 1990 bis 2002 vor dem Plöner Schloss stand, zu neuen Ehren. Sie wird am Donnerstag mit einem Kran auf den Bunker D an der Schwentinemündung in Kiel-Dietrichsdorf gehievt und dürfte zum neuen Wahrzeichen der Fachhochschule Kiel werden.

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Vier Tage vor Heiligabend ein Schock für alle Plöner Kunstfreunde: Am 20. Dezember 2002 ließ Optikunternehmer Günther Fielmann ohne jede Vorwarnung die Skulptur „Kubus Balance“ abbauen.

Quelle: Dirk Schneider

Plön. Damit findet eine turbulente Geschichte ein Ende, die zeigt, wie schwer es moderne, abstrakte Kunst haben kann. 1988 begannen Dieter Pape und Valentin Rothmaler, die Sommerausstellung 1990 im Plöner Schloss vorzubereiten. Ihre Idee, beide deutschen Staaten künstlerisch zu repräsentieren, war Ende 1989 zwar von der Realität überholt worden, aber die bei dem Künstler HD Schrader bestellte Skulptur hielt mit der Weltpolitik Schritt. Kurator Dieter Pape erinnert sich noch genau, dass das „symbolhafte Objekt, das die Ausstellung repräsentieren sollte“, die aktuelle Lage ebenso gut darstellte: „Kubus Balance war ein labiles Gerüst wie die deutsch-deutsche Situation und stellte ungeplant auch den Mauerfall künstlerisch dar – genau genommen war es die erste deutsch-deutsche Wiedervereinigungsplastik“.

 Das sah auch eine Bürgerinitiative so, die sich für den Erhalt der Plastik nach der Sommerausstellung einsetzte. So vehement, dass sie mit dem mit 10000 DM dotierten Preis „Kultur aktuell“ ausgezeichnet wurde und mit weiteren Spenden und Landeszuschüssen 35000 DM zusammenbekam, um dem roten Kunstwerk einen dauerhaften Platz auf der Schlossterrasse zu sichern.

 Das kollidierte jedoch mit den Plänen des Käufers des Plöner Schlosses. Optik-Unternehmer Günther Fielmann ließ die markante Skulptur Ende 2002 demontieren. Das Land, offiziell Besitzer des Kunstwerks, mottete die Eisenkonstruktion auf einem Bauhofgelände in Kiel ein. Bis jetzt. Zuvor hatte HD Schrader in Absprache mit dem Plöner Kunstverein einige andere Standorte verworfen, aber der erhabene Platz über der Kieler Förde fand Gnade vor den Augen des Künstlers.

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Ein Artikel von
Peter Thoms
Redaktion Ostholsteiner Zeitung/stellv. Ressortleiter

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