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60 Tonnen auf dem Weg nach Trent

Neuer Transformator 60 Tonnen auf dem Weg nach Trent

Das neue Umspannwerk auf dem Trenthorster Berg an der Bundesstraße 76 zwischen Plön und Preetz soll im Sommer ans Netz gehen. Am Dienstag wurde ein 60 Tonnen schwerer Großtransformator angeliefert.

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Mit Muskelkraft und Seilwinden zogen die Mitarbeiter den Trafo über die Schienen auf das Fundament.

Quelle: Dirk Schneider

Lehmkuhlen. Bis Mitte Mai soll die Hälfte der Stromkabel von der alten Anlage im benachbarten Trent an den neuen Standort angeschlossen werden, erläuterte Projektleiter Nico Reer. Zug um Zug würde dann einer der beiden dort frei werdenden Trafos nachgeholt und die restlichen Leitungen umgeschaltet. „Bis August sollten die Arbeiten abgeschlossen sein“, so Reer.

 Der „neue“ Trafo, der 1999 gewickelt wurde, stammt aus dem Umbau einer alten Anlage und wurde als Ersatzteil in Kiel eingelagert. Um diesen fast sieben Meter langen und drei Meter breiten Spannungswandler nach Trent zu liefern, musste der Spezialtransporter einen beträchtlichen Umweg fahren. „Die Genehmigungen wurden beantragt, als in Schwentinental noch eine große Baustelle eingerichtet war“, sagt und schmunzelt Reer. Die Folge: Der Nachttransport erfolgte als Kreisfahrt über Schönberg, Todendorf, Giekau, Rantzau und Plön. Trotzdem lohnt sich der Aufwand: „Die Bauteile kosten etwa 500 000 Euro pro Stück, haben eine Lebenserwartung von etwa 50 Jahren und werden nur auf Bestellung angefertigt“, erklärt Reer den Hintergrund der Vorratshaltung.

 Zur Gewährleistung der doppelten Versorgungssicherheit würde in jedem Umspannwerk ein Zweittrafo vorgehalten. Die Trenter Trafos stammen aus den Jahren 2003 und 2005. Insgesamt investiert die Schleswig-Holstein Netz AG rund 3,1 Millionen Euro in den Neubau des Umspannwerks auf der grünen Wiese.

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