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Neues Konzept fürs U-Boot-Ehrenmal

Möltenort Neues Konzept fürs U-Boot-Ehrenmal

Es tut sich etwas am U-Boot-Ehrenmal in Möltenort. Leicht versteckt zwischen hohen Bäumen, im hinteren Teil der Anlage, wird das Gebäude der Ubootkameradschaft Kiel für rund 250000 Euro vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge saniert. Es soll künftig auch Platz für Besucher bieten.

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Als Ort der Mahnung gegen Gewalt und Krieg wollen Frank Niemanns vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (links) und Heinz Potrafki von der Stiftung U-Boot-Ehrenmal Möltenort die Gedenkstätte stärker ins Blickfeld der Besucher rücken.

Quelle: Nadine Schättler

Heikendorf. Feucht und schwer beheizbar war das alte Gebäude, das mit einer Grundfläche von über 100 Quadratmetern 1968 in drei Abschnitten gebaut wurde. Damals wurde es von den Kieler U-Boot-Fahrern rege für gemeinsame Sitzungen und als Werkstatt genutzt. Zusammen mit der Stiftung U-Boot-Ehrenmal Möltenort kümmern sich die Kieler seit vielen Jahren um den Erhalt des Ehrenmals, dessen Eigentümer der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ist.

 Heute kommen die Ehemaligen und Aktiven seltener nach Möltenort, sodass für die Nutzung des Gebäudes ein neues Konzept vorgelegt wurde. „Wir planen für Besucher eine Anlaufstelle, damit wir sie ein bisschen mehr einbeziehen können“, erklärt Frank Niemanns, Geschäftsführer des Landesverbands Schleswig-Holstein im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Im rechten Teil des neuen Gebäudes soll das Büro für den Landesverband entstehen, das regelmäßig besetzt ist. Im linken Teil ist ein Seminar- und Gruppenraum geplant, der von den U-Boot-Fahrern, der Stiftung und dem Volksbund auch für Ausstellungen und Führungen mit Besuchern genutzt werden kann. „Wir sehen den Umbau als Chance, mit den Menschen vor Ort stärker in Verbindung zu kommen und dem Ehrenmal mehr Bedeutung zukommen zu lassen“, so Niemanns.

 Noch immer pilgern regelmäßig Angehörige und Hinterbliebene der gefallenen deutschen U-Boot-Fahrer beider Weltkriege in die Gedenkstätte nach Möltenort. Sie bringen frische Blumen und hinterlassen Notizen oder Fotos für die über 35000 Verstorbenen, die mit ihren Namen auf Bronzetafeln verewigt sind. Die Gedenkstätte für die Opfer des U-Boot-Krieges ist zugleich ein Ort der Stille und der Erinnerung sowie ein Mahnmal gegen Krieg und Gewalt. „Hier erleben wir einen Blick auf unsere Geschichte, der jedem ab und zu mal ganz gut tut“, meint Frank Niemanns. Er hofft, dass mit der Eröffnung des neuen Gebäudes im kommenden Frühjahr auch Einheimische und Touristen stärker eingebunden werden. Durch die lokale Nähe des Volksbundes könne es beispielsweise spontane Führungen und einen intensiveren Austausch geben. „Ich verspreche mir unheimlich viel von dem neuen Konzept und denke, davon werden alle etwas haben“, so Niemanns.

 Das U-Boot-Ehrenmal Möltenort ist täglich von 9 bis 16 Uhr geöffnet, in der Saison (März bis Oktober) auch bis 18 Uhr.

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