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U-Boot und Ehrenmal ohne Gelbschimmer

Neues Lichtkonzept in Laboe U-Boot und Ehrenmal ohne Gelbschimmer

Eigentlich wollte Uwe Lüthje in Laboe die Ruhe genießen. Nachdem er jahrelang beruflich das Thema Beleuchtung zu tun hatte, zog er nach Laboe und wurde Mitglied im Deutschen Marinebund. Als er abends allerdings das U-Boot „U 995“ sah, packte ihn der Ehrgeiz. „Es sah aus wie ein Yellow Submarine!“

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Das Laboer U-Boot-Museum wird ebenso wie das Ehrenmal nebenan nun mit LED ins rechte Licht gesetzt.

Quelle: Frank Behling

Laboe. Lüthje befasste sich im Berufsleben mit Konzepten und Ideen für die Beleuchtung von Bauwerken. Das kommt jetzt dem U-Boot in Laboe zugute. „Auch für die Gablenzbrücke in Kiel haben wir mit LED-Technik eine Lösung gefunden“, sagt Lüthje. Nun setzte er in Laboe ebenfalls auf LED. Die Dioden hätten ein sehr gutes Licht, das die Farbe der Bauwerke nicht verfälsche. „Für uns waren natürlich die Kosten wichtig. Deshalb waren wir für die Vorschläge sehr dankbar“, sagt Willi Leitner, Bundesgeschäftsführer des Marinesbundes. Das Konzept vom Lüthje „hat uns überzeugt. Deshalb haben wir die Installation einer neuen Lichtanlage auch beschlossen“.

 Durch die Umstellung von Halogen- auf LED-Strahler sinkt auch der Energieaufwand. „Die neuen Strahler benötigen nur noch 800 Watt bei gleicher Wirkung. Für die alten Strahler waren 3000 Watt notwendig“, sagt Lüthje. Zusammen mit einer Fachfirma und dem DMB-Techniker Niels Bandowski wurden außerdem zwei weitere Masten mit Strahlern aufgestellt. Nun leuchtet das Ehrenmal im Licht von acht LED-Strahlern, das U-Boot hat drei Strahler bekommen.

 Eingeweiht wurde die neue Anlage in dieser Woche durch Karl Heid, dem Präsidenten des Deutschen Marinebundes. „Jetzt ist das Marine-Ehrenmal von der Land- wie von der Seeseite her auch abends ein echter Hingucker. Endlich kommt die beeindruckende Architektur des Wahrzeichens des Deutschen Marinebundes auch bei Dunkelheit angemessen zur Geltung“, freut sich Heid.

 Diese Erneuerung kommt rechtzeitig vor dem 31. Mai. Dann ist auf der Anlage eine internationale Gedenkveranstaltung geplant. An dem Tag jährt sich die größte Seeschlacht des Ersten Weltkriegs zwischen der deutschen und der britischen Flotte, bei auf beiden Seiten 8500 Marinesoldaten starben. Darunter war auch der deutsche Schriftsteller Johann Wilhelm Kinau, der als Groch Fock bekannt wurde.

 Die Gedenkveranstaltung wird vom Volksbund der Kriegsgräberfürsorge zusammen mit dem Marinebund. ausgerichtet. Als Ehrengast wird Prinz Edward, der Herzog von Kent, erwartet. Er ist Präsident der Kriegsgräberkommission des Commonwealth.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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