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In der Diätklinik fliegen die Fetzen

Niederdeutsche Bühne In der Diätklinik fliegen die Fetzen

Es verspricht, lustig zu werden: Die Niederdeutsche Bühne Preetz führt Stanley Prices Lustspiel „Een Joghurt för Twee“ auf. Für die Premiere am Freitag, 4. November, gibt es noch Karten.

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Im neuen Stück der Niederdeutschen Bühne Preetz geschieht Mysteriöses in einer Diätklinik. Wolfgang M. Reimer (Mitte) spielt die Rolle des Peter Fischer, der in der Diätklinik seine Frau Hilde Fischer - gespielt von Karin Degen - betrügt. Zu allem Überluss: Ein entflohener Häftling (Jörg Wensien), der die Patienten bedroht.

Quelle: Anne Gothsch

Preetz. Schon der Einladungsflyer für die Aufführungen des neuen Theaterstücks Een Joghurt för twee der Niederdeutschen Bühne Preetz verheißt Zweideutiges: Darauf zu sehen ist ein Joghurtbecher, in dem ein Löffel und der Lauf einer Pistole stecken. Daneben steht in einem roten Oval mit weißer Schrift „Es wird ein Imbiss angeboten“. Dass diese hintersinnige Kombination kein Zufall ist, weiß das Stammpublikum, und neue Besucher werden den trockenen Humor des Ensembles bei der Premiere am Freitag, 4. November, sicher schätzen lernen.

Allein der Ort der Geschichte, eine Diätklinik für betuchte Patienten, lässt einigen Kuddelmuddel erahnen, und tatsächlich gibt es ein Techtelmechtel zwischen dem Patienten Peter Fischer (Wolfgang M. Reimer) und der hübschen Krankenschwester Eva (Lea Gaycken).

Prompt folgt darauf eine Eifersuchtsszene von Fischers Frau, die zur Wellness-Kur im gleichen Etablissement weilt, bis beide plötzlich in den Lauf einer Pistole starren, mit der sie ein entflohener Häftling bedroht. Und dann ist da noch bei allen der große Hunger spürbar, nach Liebe, Anerkennung, Gerechtigkeit oder einfach nur nach einem Wurstbrot.„Schon bei den Proben für das Lustspiel von Stanley Price haben wir unglaublich viel gelacht“, erzählt Frauke Bosch, die diesmal gemeinsam mit Karin Degen Regie führt. Letztere hat damit eine Doppelrolle inne, denn im Stück spielt sie die eifersüchtige Frau Fischer, „Ich wollte einfach mal sehen, wie so ein Theaterstück vom Buch bis zur Premiere hinter beziehungsweise vor der Bühne entsteht und worauf man da alles achten muss. Das ist ausgesprochen spannend“, erklärt Karin Degen ihr Engagement auf beiden Seiten.

Und Frauke Bosch schwärmt, dass es immer wieder eine Freude sei, mit dem Ensemble zu arbeiten. „Alle sind mit Herzblut und Spielfreude dabei, haben sich seit dem Probenbeginn Anfang August kreativ und textsicher in die Charaktere hineinversetzt.“

Auch die Kombination von „alten Hasen“ und Neulingen erweise sich als Glücksfall. So habe Wolfgang M. Reimer die gleiche Rolle vor 22 Jahren schon einmal gespielt, während die 25-jährige Lea Gaycken nach einigen Jahren Unterbrechung erstmals wieder auf der Bühne stehe. „Ich kenne die meisten Darsteller und fand das Stück interessant. Außerdem macht es mir Spaß, mal jemand ganz anderes zu sein. Also habe ich mich recht schnell überzeugen lassen, mitzuspielen, auch wenn es zeitlich manchmal eng wird“, sagt die junge Frau, die in einer kinderpsychologischen Praxis tätig ist.

Von Anne Gotsch

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KN-online (Kieler Nachrichten)

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