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Nur Kunden parken gratis

Schranken bei Lidl in Plön Nur Kunden parken gratis

Ab sofort müssen einige Plöner auf ihren gewohnten kostenlosen Dauerparkplatz in Innenstadtnähe verzichten: Die Schranken vor dem Lidl-Parkplatz in Plön sind seit heute in Betrieb. Damit wird sichergestellt, dass die Kundschaft des Discounters auch wirklich einen Parkplatz bekommt.

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Lidl-Mitarbeiter Torsten Schultz montierte die ab Dienstagmorgen gültige „Benutzungsordnung“ für den Parkplatz des Discounters in Plön direkt an der Bundesstraße 430.

Quelle: Peter Thoms

Plön. In der Praxis sieht es so aus: Erst, wenn man vor der Schranke ein Ticket zieht, öffnet sich die Schranke und man kann auf den Parkplatz fahren. Nach dem Einkauf (für den man eine ganze Stunde Zeit hat) legt man beim Bezahlen an der Kasse das Ticket vor. Das wird elektronisch markiert, bei der Ausfahrt an einen Sensor gehalten, die Schranke öffnet sich und man verlässt den Parkplatz, ohne extra zu bezahlen. Dabei muss man sich beim Verstauen des Einkaufs noch nicht einmal abhetzen – zwischen Kassiervorgang und Ausfahrt bleibt den Kunden eine Viertelstunde Zeit. Wer nicht bei Lidl eingekauft hat, oder insgesamt länger als 75 Minuten auf dem Parkplatz steht, muss für jede angefangene Stunde 3 Euro bezahlen, der Tageshöchstsatz liegt bei 15 Euro, wie den gestern neu installierten Schildern zu entnehmen ist. Diese „Parkgebühren“ können übrigens nur während der Öffnungszeiten des Supermarkts an den Kassen entrichtet werden.

 Ein Mitarbeiter erklärte, dass seine Firma inzwischen fast überall auf die Schrankenlösung setze. Damit stelle man sicher, dass die Kunden auch wirklich einen Parkplatz bekommen. Gerade in der Feriensaison oder an Wochenenden seien die Parkplätze überfüllt – in den Läden jedoch kaum Kunden. Außerdem sperre man so auch Lastwagen aus, die gerne auf Supermarkt-Parkplätzen das Ende des Sonntagsfahrverbots abwarten. Gerade im ländlichen Raum gebe es vor allem in der kalten Jahreszeit immer wieder Beschwerden, dass schwere Lkw mit laufendem Motor über Nacht auf Lidl-Parkplätzen stünden.

 Damit geht eine Geschichte zu Ende, die Ende Juli begonnen hatte, als die Schrankenanlage installiert worden war. Sie durfte aber vorerst nicht in Betrieb genommen werden, weil sie innerhalb einer 20-Meter-Zone neben der Bundesstraße steht. Wie der Leiter des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr, Matthias Paraknewitz, gestern auf Nachfrage mitteilte, habe seine Behörde ein am 2. August von Lidl in Auftrag gegebenes Gutachten geprüft, und schließe sich der Meinung des Gutachters an, der einen Rückstau auf die Bundesstraße weitgehend ausschließt. Daher habe man am 16. August die Ausnahmegenehmigung erteilt, die Schranke in Betrieb zu nehmen, was nun heute in die Tat umgesetzt wird.

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Ein Artikel von
Peter Thoms
Redaktion Ostholsteiner Zeitung/stellv. Ressortleiter

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